Voller Hoffnung auf eine bessere Zukunft

Interview

VON LEONIE KUHSE, LARA KOLDITZ UND HELENE WENDT

Annaburg/Medienprojekt – In Angesicht des Ukraine Krieges, ist uns erst bewusst geworden, wie wenig wir über unsere Mitschüler, die ihre Heimat verlassen mussten, wissen. Aufgrund dessen haben wir einen Mitschüler aus unserer Klasse, der von Syrien aus über Saudi-Arabien in die Hoffnungsstadt Halberstadt geflohen ist, befragt. Er erzählte uns viel Neues und wir waren stets überrascht, wie offen er dies tat. Durch seinen fehlenden Wortschatz, konnte er unsere Fragen nur mit dem Übersetzter beantworten. Das Interview hat sich dadurch schwieriger gestaltet als erwartet.
1.) Wieso musstest du dein Land verlassen?
„Ich war 5 Jahre alt und kann mich nicht mehr genau daran erinnern. Gemeinsam mit meiner Mutter und meinen Brüdern bin ich im Jahre 2012, aufgrund des syrischen Regimes geflohen, da uns die Entführung drohte.“
2.) Weshalb drohte euch die Entführung?
„Mein Vater war oft auf Demonstrationen in Syrien. Er arbeitete dort mit vielen Leuten gemeinsam, bis einer von ihnen verhaftet wurde und er nach Saudi-Arabien floh. Er kam als erster in Deutschland an. Die restlichen Familienmitglieder, so auch ich, blieben vorerst in Syrien. Nach einiger Zeit bekamen wir Drohungen vom syrischen Regime, weshalb wir zunächst nach Riad und danach in die Hoffnungsstadt Halberstadt flohen.“
Anm. In Halberstadt befindet sich eine zentrale Anlaufstelle für Asylbewerber und von dort aus werden sie in ganz Sachsen-Anhalt verteilt. Im vergangenen Jahr hat Sachsen-Anhalt 3.000 Flüchtlinge aufgenommen, die auf eine friedliche Zukunft hoffen.
3.) Wie war eure Ankunft in Deutschland und wie stellst du dir die Zukunft vor?
„Ich bin sehr froh, dass man mich hier aufgenommen hat, die Deutschen hießen mich vom ersten Moment an Willkommen. In Zukunft hoffe ich darauf, Arzt zu werden, doch mein größter Wunsch ist es, mein eigenes Land ohne Krieg zu sehen.“
4.) Willst du für immer in Deutschland bleiben?
„Auch wenn sich die Situation in Syrien verbessert, möchte ich, wenn unser Asylantrag angenommen wird, für immer in Deutschland bleiben. Ich habe mich hier an das Leben angepasst.“

In diesem Interview haben wir festgestellt, dass die Sprache für einige ausländische Mitschüler, noch ein großes Problem darstellt. Deshalb hoffen wir auf noch mehr Förderung, damit auch der Wunsch Arzt zu werden, in Erfüllung gehen kann.

1 Kommentar zu „Voller Hoffnung auf eine bessere Zukunft“

  1. Liebe Schüler, dass der Krieg in der Ukraine für Euch Anlass gewesen ist, mehr über Mitschüler mit Migrationshintergrund in Erfahrung zu bringen, finde ich bemerkswert. Das habe Ihr auch gut aufgeschrieben. Aber der Text hat natürlich ein ganz großes Manko: Ihr schreibt über einen Mitschüler, der anonym bleibt. Damit hat der Leser überhaupt keine Möglichkeit, zu überprüfen, ob die Geschichte des Schülers real ist – oder Fake News. Ich gehe davon aus, dass Ihr den Namen bewusst nicht genannt habt, ähnliche Beispiele gibt es auch aus anderen Schulen. Meist geht es um den Datenschutz, was nicht Eure „Schuld“ ist. Aber ich muss Euch dennoch an dieser Stelle darauf hinweisen, dass solche anonymen Interviews nie eine Chance haben, in der Zeitung veröffentlicht zu werden.

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