Auch als Dankeschön an die Menschen in Deutschland

Die Baufirma Kietebau sanierte das Ammendorfer Rathaus und baute 40 Wohneinheiten für altengerechtes Wohnen 

Von Fabian Uhlig, Elias Koch und Josef Kiete

Halle/SüdGym – „Ich möchte den Deutschen etwas zurückgeben, was sie mir gegeben haben. Ich baue für die alten Menschen bezahlbaren Wohnraum, als Dankeschön dafür, dass sie meine Familie und mich hier so freundlich aufgenommen haben.“ 

Daoud Kiete, Inhaber der Firma Kietebau, kam im Jahr 1995 aus dem Irak (Bagdad) nach Deutschland. Im Jahre 2010 gründete er sein Bauunternehmen Kietebau. Seitdem beschäftigt er neun Bauleute, mit denen er seine Bauvorhaben realisiert. 

Eines seiner aufwendigsten und bedeutendsten Objekte ist das Gebäude in der Merseburger Straße 439, das so genannte Alte Ammendorfer Rathaus. Dieses wurde 1880 als Schule errichtet und 1928 zum Rathaus umgebaut, das bis 1945 genutzt wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg war das Gebäude bis 1948 Sitz der Sowjetischen Kommandantur. Danach wurde es bis zur Eingemeindung Ammendorfs 1950 in die Stadt Halle wieder als Rathaus genutzt. Danach war es bis 2013 Wirkungsstätte verschiedener Institutionen und Vereine, ab 1960 zogen z.B. eine Landwirtschats- und Forstschule mit Internat ein, ab 1990 die Bundesknappschaft und einen Frauenförderverein. Ab 2013 stand es leer und war dem Verfall preisgegeben. 

Daoud Kiete wurde auf das Objekt aufmerksam, als es 2018 auf einer Auktion der Stadt Halle (Saale) zur Versteigerung freigegeben wurde. Er fand darin ein ideales Objekt für die Verwirklichung seiner Idee, den alten Menschen in Deutschland etwas Gutes zu tun. Also ersteigerte er das Alte Ammendorfer Rathaus, sanierte das baufällige Haus innerhalb eines Jahres von Grund auf und baute es um. Es entstanden 40 moderne, altersgerechte Ein- und Zweiraumwohnungen und verschiedene Gemeinschaftsräume. Im Januar 2019 zogen die ersten Senioren in ihre Wohnungen ein. So entstand ein Altenbetreutes Wohnhaus, in dem auch ein Pflegedienst stationiert ist. 

Zurzeit plant Daoud Kiete auf einem Grundstück am Thüringer Güterbahnhof in Halle die Errichtung eines weiteren bezahlbaren Altenbetreuten Wohnhauses mit barrierefreiem Zugang für Senioren – um Deutschland weiterhin zu danken und seine Pläne weiterzuführen, sollte die Stadt Halle Saale sein Bauvorhaben akzeptieren.

1 Kommentar zu „Auch als Dankeschön an die Menschen in Deutschland“

  1. Vielen Dank für Euren Text. Das Thema ist interessant. Allerdings hat Euer Text einen Makel: Er ist – wie Journalisten sagen – ohne kritischen Abstand geschrieben. Er wirkt deshalb nicht wie ein Text, von unabhängigen Autoren. Zumal offensichtlich auch noch ein Familienmitglied des Bauunternehmers daran mitgewirkt hat. Das geht dann gar nicht. Dem Herrn Kiete will ich gar nichts unterstellen, aber er ist Unternehmer und muss Gewinn erwirtschaften, sonst geht die Firma pleite. Und auch mit altersgerechtem Wohnen wird Geld verdient. Das ist völlig normal und darf in diesem Zusammenhang nicht verschwiegen werden. Dass der Wohnraum bezahlbar ist, steht erst mal nur als Behauptung da. Der Beweis fehlt – nämlich eine Kostenangabe und ein Vergleich dazu mit ähnlichen Einrichtungen.

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