Schüler durch Teil-Lockdown extrem belastet

Die Schließung von Freizeitaktivitäten ist für viele Schüler sehr anstrengend. Im Rahmen einer Corona-Schutzmaßnahme sind nahezu alle Freizeitaktivitäten geschlossen. Was machen die Schüler jetzt, während Turnhallen, Schwimmhallen, Kinos und Vereine nicht geöffnet sind? Man sollte bedenken, dass die Schulen geöffnet bleiben. Das heißt, dass alle Schüler weiterhin ganz regulär zur Schule gehen müssen. Das ist an sich kein Problem für sie. Die Herausforderung ist, dass nach dem Unterricht der Ausgleich fehlt. Die meisten Schüler machen regelmäßig Sport, oder treffen sich in Vereinen mit anderen. Das ist zurzeit alles nicht möglich. In einem Interview äußert sich eine Schülerin der elften Klasse eines halleschen Gymnasiums zu diesem Thema: Auf die Frage, welche Einschränkungen sie betreffen, meint sie, dass sie von allen Regeln in gewissem Maße berührt sei. Durch die Restaurantschließungen und Reiseverbote sei sie nicht so stark eingeschränkt. Man könne Essen auch einfach bestellen oder in Bus und Bahn eine Maske tragen. Ganz anders empfindet die Schülerin die Einschränkungen im Freizeitbereich. Hier sei ihr Leben ohne Sport und soziale Kontakt deutlich anders als vorher. Auf die Nachfrage, was sie an den derzeitigen Einschränkungen für sinnvoll halte, äußerte die Schülerin sich wie folgt. Sie finde es wichtig, die Risikogruppe zu schützen und den Kontakt zu beschränken. Dabei helfe sie auch gerne im öffentlichen Leben, indem sie eine Mund-Nasen-Bedeckung trage und nicht reise. Allerdings gehen, aus Sicht der befragten Schülerin, viele aktuelle Verbote zu weit bzw. seien nicht immer sinnvoll. Zum Beispiel soll man sich nichtmal mit seinen engen Verwandten treffen, aber dennoch jeden Tag zur Schule gehen, wo hunderte Haushalte zusammenkommen.

Zum Thema Ausgleich nach dem Unterricht sagt sie, dass ihr das Thema Gesundheit wichtig sei. Aber zur Gesundheit gehöre auch die mentale Gesundheit und um die werde sich aktuell kaum gekümmert. Sie merke, dass ihr der Ausgleich nach der Schule fehle. Sie brauche den Sport und ihre sozialen Kontakte, um ein normales Leben führen zu können. Es gehe anderen zurzeit ganz ähnlich.

Die Meinung der 11.-Klässlerin zur Frage, ob man den Sport auch zuhause machen kann, ist relativ eindeutig: Es sei schwierig, sich in dieser Jahreszeit draußen zu bewegen. Sie empfinde es auch nicht schön, dass man sich nicht mit anderen treffen darf, um sich gegenseitig zu motivieren. Ihrer Ansicht nach solle sich um den Gesundheitssektor und um kleinere Firmen aktuell deutlich mehr gekümmert werden. Damit meint sie, dass Sportstätten wieder geöffnet werden sollen.

Um dennoch die Risiko-Gruppe zu schützen, sagt sie, dass diejenigen, die Angst haben, sich mit dem Virus zu infizieren, einfach zuhause bleiben können und man sich auch nicht treffen müsse, wenn man es zu riskant finde. Abschließend erklärt sie, dass, wenn sich alle an die Hygiene-Vorgaben hielten, man diese Leute schützen, aber gleichzeitig auch Sport und Hobbys ausüben könne.

Die Bundes- und Landespolitik sieht das leider anders. Am 25.11.2020 wurde beschlossen, dass die Sportstätten weiterhin geschlossen bleiben sollen.

Florian Solero

Klasse 8/1

Georg-Cantor-Gymnasium

E-Mail: floxd29@web.de

1 Kommentar zu „Schüler durch Teil-Lockdown extrem belastet“

  1. Hallo Florian, das sind teilweise interessant und streitbare Aussagen. Da Deine Quelle (die Schülerin) aber anonym bleibt, ist das alles nicht viel wert. Es muss in einem journalisten Text immer klar zuzuordnen sein, wer was sagt.

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