Fridays for Future in der Krise

Klimaschutz Der Klimagerechtigkeitsbewegung Fridays for Future stehen große Hürden im Weg. Wie geht sie damit um?

Von Elias Pescheck

Halle/MZ- Als „unkontrollier-bares Risiko“ bezeichnet Sachsens Ministerpräsident Kretschmar die „Querdenken“-Demos in Leipzig, als eine große Menschenmenge ohne Abstand und Maske gegen die Maßnahmen der Corona-Politik protestierte. Doch das Versammlungsrecht ist nicht grundsätzlich eingeschränkt. Wie finden zur Zeit die Aktionen der Klimagerechtigkeitsbewegung Fridays for Future statt?

„Mit Maske schreit’s sich schlechter!“ Lorenz Mammen, Aktivist von FFF

Nach dem Vorbild der schwedischen Aktivistin Greta Thunberg gehen jeden Freitag SchülerInnen, StudentInnen und andere BürgerInnen auf die Straße, um für stärkeren Klimaschutz zu protestieren. So zumindest vor der Corona-Pandemie, denn nun gibt es einige Hürden für die Veranstalter und Teilnehmer. Dazu gehören auch ein Hygiene-Konzept, Maskenpflicht und Abstand. Über die Frage, ob man große Versammlungen mit Maske und Abstand für viel Aufmerksamkeit in Kauf nimmt oder nicht, herrscht geteilte Meinung. Ein Aktivist von Fridays for Future, Lorenz Mammen, erklärt, es sei eine Vernunftsentscheidung, Proteste wegfallen zu lassen, um das Infektionsrisiko nicht noch weiter in die Höhe zu treiben. Bei solchen Demonstrationen sei Abstandhalten einfach nicht möglich. Trotzdem findet er, dass das Anliegen des Klimaschutzes sehr wichtig sei und es das auch ohne Demonstrationen bleibe. Vielleicht ist das der Grund, warum weniger über die Bewegung berichtet wird und Corona sich als Thema Nummer 1 in den Medien etabliert. Das vermutet auch Lorenz Mammen. Das  Medienecho sei deutlich geschrumpft, da weniger große Aktionen stattfänden. Dafür liege der Fokus aktuell mehr auf der Regionalpolitik, um sich beispielsweise für bessere Radwege stark zu machen und große Veranstaltungen zu meiden. Dennoch fanden dieses Jahr schon mehrere, auch große, Demons-tration in Deutschland statt. Es bleibt offen, ob Fridays for Future während der Pandemie wieder große Aufmerksamkeit an sich ziehen kann.

1 Kommentar zu „Fridays for Future in der Krise“

  1. Lieber Elias, vielen Dank für Deinen guten Text. Da habe ich nicht zu meckern. Aber was ist auf dem Foto zu sehen und wer hat es gemacht? Zu jedem Foto gehört ein erklärender Bildtext und der Hinweis auf den Fotografen. Urheberrecht!

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