Fitnessstudios im Lockdown

FREIZEITSPORT UND CORONA
von Christoph Töpel
Masken tragen, Abstand halten, geschlossene Geschäfte, all das begegnet uns tagtäglich. Auch Fitnessstudios sind davon betroffen. Während Friseure und Kosmetikstudios geöffnet sind, müssen die Fitnessstudios trotz vorhandener Hygienekonzepte schließen.
Obwohl wir alle wissen, welchen positiven Einfluss Sport auf unsere Gesundheit hat, ist es derzeit nicht möglich, organisiert Sport zu treiben. Das betrifft alle Altersklassen, vom Kindergartenkind bis zum älteren Rentner. Gerade letztere suchen sich nicht selten Hilfe in Fitnessstudios, um unter Anleitung fit zu bleiben, ihr Herzkreislaufsystem zu stärken und den Bewegungsapparat zu trainieren. Doch das fällt nun weg, jeder ist auf sich allein gestellt.
Das gilt auch für alle Fitnessstudiobesitzer. Durch die vielen sich ständig ändernden Bestimmungen und die Verunsicherung der Bevölkerung ist eine langfristige Planung für die Unternehmen unmöglich, meint Fitnessstudiobesitzer Peter Zimmermann. „Es entstehen enorme finanzielle Schwierigkeiten“. Miete, Gehälter und bestehende Leasing- oder Kreditraten für die vielen teuren Geräte müssen trotz angeordneter Schließung weitergezahlt werden. Ein Ende des Lockdowns und der Beginn des normalen Betriebs und damit die Aufnahme von Neumitgliedern ist derzeit nicht vorhersagbar. „Die Fitnessbranche wird 2021/2022 einer enormen Veränderung unterliegen. Nur wer sich der neuen Situation stellt und neue Programme, die sich der jeweiligen Situation anpassen, startet, wird überleben.“
Vermutlich wird sich das Freizeitverhalten in Zukunft signifikant ändern, die Natur wird derzeit als Freizeitort Nummer 1 gewählt und wird es wahrscheinlich auch nach Lockdown-Zeiten bleiben. Doch betätigen sich dann genauso viele Menschen sportlich wie vor der Coronakrise? Welche Auswirkungen werden diese Veränderungen auf den Gesundheitszustand der Gesamtbevölkerung haben?

1 Kommentar zu „Fitnessstudios im Lockdown“

  1. Lieber Christoph, ein guter Text. Den letzten Absatz schließe ich mal aus. Da hörst Du auf, Nachrichten zu verbreiten und gehst über zur Kommentierung. Mit anderen Worten, der Schluss spiegelt Deine Meinung wider. Eine solche Vermischung ist im Journalismus nicht zulässig. Du hättest es zum Beispiel so lösen können: Dein Gesprächspartner schaut fragend in die Zukunft. Wenn er dem Leser sagt, dass er nicht weiß, was kommt, ist das in Ordnung, quasi Teil der Nachricht.

Kommentar verfassen