Digitale oder analoge Schule- wie lernt man besser?

Von Maria

Die Schüler in Deutschland mussten aufgrund des Coronaviruses von zu Hause aus lernen. Mit Hilfe von Youtube Videos und digitalen Geräten haben sie versucht, sich den Stoff selber beizubringen.

Ist das gut oder schlecht verlaufen? Und vor allem: Wie fanden es die Schüler? Dazu haben wir eine Schülerin der 8. Klasse von der Albrecht-Dürer-Sekundarschule in Merseburg gefragt, wie sie das Homeschooling fand und ob ihre Schule technisch ausgestattet sei. Sie erklärte, dass das Homeschooling nicht so gut sei, weil man sich den Stoff selber beibringen müsse. Durch diesen Selbstdruck und der Unsicherheit, ob das Geschriebene richtig ist, lerne sie nicht so gut. Außerdem lasse man sich viel schneller durch`s Handy und andere digitale Geräte ablenken. Sie selbst lerne in der Schule viel besser, weil die Lehrer den Stoff erklären. Sollten die digitale Medien, mit denen die Schüler im Homeschooling gelernt haben, auch im Präsenzunterricht eingesetzt werden?

Auf die Frage, ob ihre Schule technisch ausgestattet sei, antwortete die Schülerin, dass es in manchen Räumen digitale Tafeln gäbe. Außerdem stehe den Schülern ein Computerraum zur Verfügung. Die 14-jährige erzählte aber, dass sie es sehr gut finden würde, wenn sie auf Tablets oder Laptops schreiben könnten. Rechtschreibfehler würden automatisch korrigiert und es sei umweltfreundlicher, behauptete sie.

Aber lernt man besser auf Tablets oder wenn man alles auf Papier aufschreibt? Forscher der Universität Princeton haben herausgefunden, dass man besser lernt, wenn man mit der Hand schreibt als wenn man alles auf eine Tastatur tippt. Beim Schreiben mit der Hand, sprechen die Neurowissenschaftler von Gedächtnisspuren, die im Gehirn angelegt werden. Aber wie entstehen diese Spuren? Das liegt daran, dass man mit der Hand langsamer schreibt. Dadurch hat das Gehirn eine Chance, die Informationen besser zu verarbeiten. Deswegen prägt man sich das Geschriebene besser und dauerhafter ein. Daraus kann man schlussfolgern, dass es für Schüler sinnvoller ist, mit der Hand zu schreiben, weil man so schneller lernt.

Aber es gibt auch unzählige Vorteile beim Schreiben auf Tablets. Zum Beispiel ist es sehr gut für Kinder, die Probleme mit der Rechtschreibung haben. Duch das Tippen auf der Tastatur wird das Arbeitsgedächnis entlastet (dort werden nämlich die Informationen gespeichert, die man für das Lösen einer Aufgabe braucht). Dadurch werden Ressourcen für das Formulieren, Planen und die Rechtschreibung frei, was sich gut auf den Text auswirkt. Das Schreiben auf Tablets oder Laptops fördert auch den verantwortungsbewussten Umgang mit digitalen Geräten. Außerdem eignen sich Tablets gut für Rechercheaufgaben und das Erstellen von projektbezogenen Präsentationen. Nicht zu vergessen ist, dass ein Tablet oder ein Laptop sich viel besser transportieren lässt ein schwerer Ranzen.

Aber natürlich kann jeder für sich entscheiden, was er besser findet. Alles was wir haben, sind unterschiedliche Behauptungen. Ob es nun besser ist, auf Tablets zu schreiben oder nicht und welche Auswirkungen es hat, werden wir erst später in der Zukunft erfahren.

1 Kommentar zu „Digitale oder analoge Schule- wie lernt man besser?“

  1. Liebe Maria, vielen Dank für Deine Fleißarbeit. Dein Text beschreibt ganz gut die Situation der Schüler. Aber Fragen bleiben: Warum hast Du eine Schülerin aus Merseburg befragt? Zufall oder Absicht? Wie heißt sie? Ist sie auf dem Foto zu sehen? Wer hat das Foto gemacht?
    Und ja, am PC oder Laptop gibt es ein Rechtschreibprogramm: Das hätte Dein Text auch ganz gut vertragen. Vielleicht gehst Du da noch mal ran, zum Beispiel überall dort, wo der Konjunktiv auftaucht.

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