Corona-Impfstoff: Genial oder gefährlich?

Von Benjamin Schwibs

“Ja, wir schaffen das!” – Dieses Zitat hat man in den letzten Jahren mehrmals aus dem Mund unserer Bundeskanzlerin gehört. Während der Corona-Pandemie schien für viele die Lage aussichtslos, doch inzwischen ist es absehbar, dass ein Impfstoff bald verfügbar sein kann. Was hat es damit jedoch auf sich? Ist es wahrscheinlich, dass wir es “schaffen”?

Der momentan aussichtsreichste Impfstoff-Kandidat wurde von den Unternehmen Biontech und Pfizer gemeinsam entwickelt. Sie setzen auf ein Verfahren, in welchem sogenannte messenger-RNA (kurz mRNA) in die Körperzellen geschleust wird. Sie enthält Genabschnitte des Virus, die für den Aufbau bestimmter Proteine zuständig sind. Diese können dem Körper alleine nicht schaden. Wenn die mRNA in die Körperzellen kommt, sorgt sie dafür, dass die Zellen diese Proteine selbst herstellen. Das Immunsystem erkennt sie als körperfremd und fängt dann an, sie zu bekämpfen, indem es Antikörper bildet. Bei einer Infektion mit dem Corona-Virus kann das Immunsystem dann schneller reagieren und verhindern, dass die Krankheit sich im Körper ausbreitet.

Diese Methode hat den Vorteil, dass der Impfstoff schneller herstellbar ist und man im Gegensatz zu herkömmlichen Methoden, bei denen Teile oder abgeschwächte Erreger verabreicht werden, keine Erreger züchten muss und man die mRNA direkt im Labor “herstellen” kann.

Jedoch hat sie auch eine Kehrseite: mRNA-Impfstoffe wurden bisher noch nicht für Menschenimpfungen zugelassen, daher hat man noch keine Langzeitstudien durchführen können. Dies liegt vielleicht daran, dass bei vorhergehenden mRNA-Impfstoff-Entwicklungen manchmal sehr starke Nebenwirkungen aufgetreten sind, von Schüttelfrost und Fieber über Entzündungen bis hin zu Autoimmunkrankheiten (bei Menschen mit dieser Krankheit arbeitet das Immunsystem gegen den eigenen Körper). Hinzu kommt auch noch, dass der speziell gegen das Corona-Virus entwickelte Impfstoff erst seit kurzer Zeit in Arbeit ist und es schon Planungen gibt, die ersten Impfungen an der Bevölkerung im Frühjahr 2021 durchzuführen, obwohl Impfstoffe normalerweise eine mehrjährige Testphase durchlaufen müssen. Davor warnt auch der Professor für Infektionsforschung Carlos Guzmán, er erklärte: „Der Öffentlichkeit muss klar werden, dass wir bei der Impfstoffzulassung nicht hetzen können“.

Und der Impfstoff birgt möglicherweise eine noch größere Gefahr: Zwar ist eine Veränderung des menschlichen Erbgutes aufgrund einer mRNA-Impfung sehr gering, jedoch besteht die Möglichkeit, dass der mRNA-Code abgelesen und in die DNA des Menschen eingebaut wird. Das ist möglich mithilfe eines Enzyms, welches von anderen Viren, z.B. HIV, geliefert werden kann. Dadurch kann es zu vielen Krankheiten und Fehlfunktionen kommen, zum Beispiel steigt das Krebsrisiko enorm. Diesen Einbau in das menschliche Erbgut halten Wissenschaftler jedoch für sehr unwahrscheinlich.

Es bleibt also zu hoffen, dass alle Risiken und Nebenwirkungen rechtzeitig erkannt werden und die Menschheit nicht langfristig durch eine zu hastig durchgeführte Qualitätskontrolle an Spätfolgen zu leiden hat.

1 Kommentar zu „Corona-Impfstoff: Genial oder gefährlich?“

  1. Lieber Benjamin, vielen Dank für Deinen Text. Du hast bei dem Thema das Problem, dass sich die Faktenlage fast täglich ändert. Wahrscheinlich wird nun doch eher geimpft, als noch vor zwei oder drei Wochen abzusehen war. Aber daran kannst Du nichts ändern.

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