Bahnhofsleben in Corona-Zeiten

Maskentragen, besorgte Fahrgäste und leere Züge – das neue Bahnhofsleben in jetzigen Corona-Zeiten.

Von Amelie

Wie wirkt sich die Pandemie auf die Beförderung mit dem Zug aus? Was hat sich beim Bahnbetrieb geändert?

Seit März dieses Jahres leben die Menschen in Deutschland besorgt. Nach dem ersten großen Lockdown folgten weitere Beschränkungen für die Bevölkerung. Es musste auf viel verzichtet werden. Doch für den Zugbetrieb hieß es nie „Stop“. Es wurden einige strenge Corona-Maßnahmen ergriffen, um die Sicherheit hinsichtlich des Zugverkehrs zu verbessern. Werden sich die strengen Corona-Maßnahmen auf den Transport mit dem Zug entscheidend auswirken?

In einem Interview mit einem Lokführer, der auf dem Hauptbahnhof in Halle arbeitet, hieß es, auf dem gesamten Bahnhofsgelände seien Masken zu tragen. Auch an Bord des Zuges herrsche strenge Maskenpflicht. Aus eigenen Erfahrungen erzählt der Mitarbeiter der Bahngesellschaft, dass sich die meisten Fahrgäste an diese Maßnahmen halten würden, jedoch gäbe es natürlich auch wenige Maskenverweigerer, die mit viel Mühe versuchen, um die Corona-Verordnungen herum zu kommen. Durch bspw. eigen ausgedruckte Attests, die es ihnen angeblich erlauben, keine Masken tragen zu müssen, probieren sie, dass die Mitarbeiter der Bahn ihnen glauben und deren Bescheinigungen durchgehen lassen. Auch siehe man, so der Lokführer, dass einige Fahrgäste bspw. nur bei der Kontrolle der Fahrscheine oder bei Anwesenheit eines Kundenbetreuers die Maske richtig aufsetzten. Danach hieße es wieder Maske runter und atmen. Auch werden die Züge häufiger durch extra Personal gereinigt. So werden die Abstände zwischen den einzelnen Reinigungsintervallen verkürzt und die Griffe in den Zügen werden gereinigt, der Müll wird entfernt und alles wird desinfiziert. Auf die Frage, ob die Fahrgäste vorsichtiger geworden sind, antwortete der Zugführer mit einem klarem „Ja“. Man merke vor allem, dass weniger Fahrgäste unterwegs seien. Der Lokführer meint auch aus eigenen Beobachtungen, dass viele Fahrgäste keine öffentlichen Gegenstände, wie z.B. Treppengeländer, Knöpfe an Türen oder Griffe in den Bahnen, anfassen würden. Vieles wird jetzt mit dem Ellenbogen geregelt. Für die Angestellten der Bahngesellschaft haben sich auch einige Dinge grundlegend geändert. In den Dienstgebäuden der Bahnmitarbeiter ist nur noch eine begrenzte Anzahl an Personen in einem Raum erlaubt. Je nach Größe des Raumes dürfen nun weniger Leute als vorher in einen Raum. Regelmäßige Fortbildungen sind nur noch erschwert möglich. Da viele zu lernende Dinge nicht über das Homeschooling angeeignet werden können, müsse man sich persönlich treffen. Doch durch die genannte Maximalanzahl an Menschen in einem Raum werden die Gruppen verkleinert und die Anzahl der Schulungen erhöht, für das Fahrpersonal, Azubis und Lehrkräfte eine weitere Erschwerung. Die Coronapandemie wirke sich jedoch bis jetzt nicht auf die Arbeitszeiten und Fahrpläne der Bahn aus. Im Vergleich zu dem ersten großen Lockdown im März sei der Fahrplan ohne große Änderungen durchzuführen. Der Bahnverkehr wird trotz der Pandemie gut angenommen, weshalb alle regulären Fahrten durchgeführt werden können. Außer durch vereinzelte Baustellen fahren alle Züge nach Plan und alle Mitarbeiter können wie gewohnt arbeiten. Zu dem Thema Kollegenmangel in Corona-Zeiten antwortete der Lokführer folgendes: „Die Zahlen der Kollegenerkrankungen sind wie jedes Jahr.“ Trotz Corona würden im Moment nur wenige Kollegen ausfallen, meint der Mitarbeiter der Bahn. Es gäbe zwar die wie jedes Jahr auftretenden Erkältungen, die jedoch normal sind zu dieser Jahreszeit. Um sich selbst und andere zu schützen, bekommen die Angestellten Masken und Desinfektionsmittel zur Verfügung gestellt. In heutigen Zeiten gehören Masken und Co. zur Grundausstattung, vor allem bei der Arbeit im öffentlichen Dienst. Bei Nachfrage könne man einfach neue Ware ordern, um sich selbst und seine Mitmenschen optimal zu schützen. Der Lokführer wünscht sich, dass die Mitreisenden die jetzige Situation verstehen und akzeptieren. So ist auch zukünftig ein unbeschwertes Reisen möglich.

1 Kommentar zu „Bahnhofsleben in Corona-Zeiten“

  1. Liebe Amelie, vielen Dank für Deinen Text. Ehrlich gesagt, ich bin ein bisschen hin- und hergerissen. Auf jeden Fall kann ich Dir eine gute Recherche und ganz viel Fleiß bescheinigen. Der Text liest sich auch flüssig. Allerdings sind noch einige Fehler im Text. Aber: Ein Interview mit einer anonymen Person geht gar nicht. Hier muss zwingend der Name genannt werden, um nicht in Verdacht zu geraten, das Interview sei Fake News. Und: Ein Lokführer ist nicht die geeignete Person, um über das Corona-Konzept der Bahn zu sprechen. Dafür hat er gar nicht die Kompetenz und mit Sicherheit auch nicht die Befugnis seines Arbeitgebers. Das kannst Du unter Umständen nicht wissen, aber ich muss Dich trotzdem darauf hinweisen. Unter dem Strich bleibt aber das „Fleißbienchen“ für Deinen Text. Prima.

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