Fingerboarding-eine komplizierte Randsportart

Bildquelle: Clemens Herholdt

Rollen, Rampen, lässige Kurven und  atemberaubende Drehungen in der Luft. Das alles gibt es auch in Miniatur. Mein Hobby, das Fingerboarden, ist als Sportart noch relativ unbekannt.

Ein Fingerboard ist ein Skateboard in Miniaturgröße welches nur mit dem Zeige- und Mittelfinger gefahren wird. Das Fingerboard gibt es schon seit den 1970er Jahren. Damals wurden erstmals Skateboard-Schlüsselanhänger hergestellt, welche die Skater mithilfe von Feuerzeugen so verbogen, dass man sie fahren konnte. 1990 wurde dann eine Spielzeugfirma auf den neuen Trend aufmerksam, und so wurde die Fingerboard-Marke Tech Deck gegründet.

 Die ersten professionellen Fingerboarder gab es ungefähr ab dem Jahr 2000. In diesen Jahren spielten vor allem die Firmen Blackriver, Berlinwood und Winkler Wheels eine Rolle. Heute gibt es sehr viel mehr Firmen, die sich auf diese Skateboards in Miniaturgröße spezialisiert haben. Es gibt allerdings nur sehr wenige begehbare Fingerboard-Läden auf der Welt, denn die meisten Fingerboarder bestellen ihre Rampen und Boards im Internet. Ein Beispiel für einen Fingerboard-Shop in Deutschland ist der ASI-Berlin Shop in Berlin (früher Blackriver Shop). Seit 2017 leitet Timo TKY Kranz den ASI-Berlin Shop. Timo Kranz ist ein professioneller Fingerboarder, der manchmal auch an Fingerboard-Wettkämpfen teilnimmt. Ein Wettkampf ist zum Beispiel der Fast-Fingers Contest, der jährlich in Schwarzenbach an der Saale veranstaltet wird. Das letzte Battle fand am  9. Juni 2019 unter dem Namen „Fast Fingers 20“ statt.

Wenn du ein guter Fingerboarder bist und deine „Moves“ auf Social-Media postet, kann es sein, dass eine Fingerboard Firma auf dich aufmerksam wird und dich in ihr Team aufnehmen möchte. Von seinem Sponsor bekommt man dann zum Beispiel Fingerboard Zubehör, damit man damit fährt und Werbung macht. Ich habe vor kurzem auch einen Sponsor bekommen: Flax Fingerboards, eine kleine Firma aus England.

Clemens Herholdt

Kommentar verfassen