Kampf gegen Rassismus – Fußball als Vorkämpfer?

Nachdem der Afroamerikaner George Floyd aufgrund von Polizeigewalt starb, gehen tausende Menschen auf die Straße.  In Amerika, aber auch in anderen Teilen der Welt demonstrieren sie gegen Rassismus.

Problematisch ist jedoch, dass die Demonstrationen nicht immer friedlich verlaufen, wobei Menschen verletzt und Gebäude und Fahrzeuge zerstört werden. Gewaltfreier verläuft der Kampf gegen Rassismus im Netz und in den sozialen Medien. Dort wird vor allem mit dem Hashtag #blacklivesmatter, kurz #blm, auf Polizeigewalt und Rassismus aufmerksam gemacht.

Weitere Zeichen gegen Rassismus werden seit vielen Jahren im Sport gesetzt. Vor einem Jahr machten einige Spieler der National Football League (NFL) während der Nationalhymne einen Kniefall gegen Rassismus und Polizeigewalt gegen Schwarze.

Die Fußball-Szene stellt für rassistische Themen im positiven als auch im negativen Sinne eine Bühne dar. Doch auch im hier wird seit Jahren gegen Rassismus gekämpft. In der Union der europäischen Fußballverbände UEFA wir mit dem Slogan „No to Racism“ (Nein zu Rassismus) seit Jahren gegen Rassismus im Sport angekämpft. Auch deutsche Vereine unterstützen den Kampf gegen Rassismus tatkräftig. So ist der FC Bayern München Initiator der Initiative Rot gegen Rassismus. Eintracht Frankfurt hingegen trug im DFB Pokal Halbfinale gegen FC Bayern München Trikots mit der Aufschrift „black lives matter“. Viele Spieler, darunter Achraf Hakimi und Jason Sancho von Borussia Dortmund, Marcus Thuram von Borussia Mönchengladbach und der Schalker Weston McKennie, machten mit solidarischen Zeichen und Aufschriften auf ihrer Ausrüstung deutlich, dass auch sie gegen Rassismus sind.

Dabei ist dieser Einsatz der Spieler nicht ganz ungefährlich, da das Tragen von politischen oder anderen Mitteilungen auf der Ausrüstung verboten ist und mit einer Geldstrafe bestraft wird. Der Deutsche Fußballbund hat allerdings über eine Strafe hinweggesehen.

Durch die Reichweite und die Gemeinschaft des Fußballs kann man dort ein Zeichen gegen Rassismus setzten. Dies wird auch immer häufiger getan, allerdings ist es hoffentlich bald nicht mehr nötig.

Von Emily H.

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