Gehackt – namenlose Gegner

COMEBACK Das Hacker-Kollektiv Anonymous tritt nach langer Zeit wieder  auf und erregt weltweites Aufsehen.

Blm Black Lives Matter Protest - Free photo on Pixabay
Protestierende kämpfen gegen Polizeigewalt und Rassismus (Bildquelle: pixabay.com)

Bereits im Jahre 2008 schrieb das Hacker-Kollektiv Anonymous Schlagzeilen. Damals kämpften sie unaufgefortert gegen Scientology und verursachten weltweite Demonstrationen. Zurzeit protestieren Menschen überall auf der Welt gegen Rassismus  und Polizeigewalt. Auch dieses Mal verspricht Anonymous in einer Videobotschaft, zu helfen und die „Verbrechen“ der Polizei der Welt vor Augen zu halten.

Am frühen Morgen des 1. Junis (Ortszeit) hackte sich Anonymous laut inoffiziellem Twitter-Account in die Funkfrequenz des Chicago Police Department und spielte den Song „Chocolate Rain“ von Tay Zonday. Das erschwerte den Polizisten sich zu verständigen und verschaffte den Protestierenden einen Vorteil. Schon am vorherigen Tag wurde das Chicago Police Department vermeintlich von Anonymous gehackt und N.W.A‘s „F*ck Tha Police“ und Polka wurde eingespielt. Vorheriges Opfer der Hackerangriffe war das Minneapolis Police Department. Ihre Webseite war laut US-Medien teilweise nicht erreichbar.

Wer steckt hinter der Maske?

Wie schon der Name sagt, sind die Mitglieder der Organisation anonym. Das Hacker-Kollektiv betont immer wieder die Führungslosigkeit der Gruppierungen. Deswegen sind die einzelnen Fraktionen sehr unterschiedlich orientiert. Folglich muss man mit den Infos kritisch umgehen.

Welche Ziele verfolgen sie?

Sie verfolgen nach eigenen inoffiziellen Angaben die Absicht „Verbrechen der Welt vor Augen zu halten“ und sich für Rechte und Freiheiten eines jeden Menschen einzusetzen.

Wann traten sie zum ersten Mal in Erscheinung?

Erstmals wurde eine Gruppe laut amerikanischer Webseite „Know Your Meme“ am 6. Juli 2006 beim „Habbo Raid“ aktiv.

Wie übermitteln sie Informationen?

In sozialen Netzwerken wie Twitter und YouTube posten Mitglieder auf unterschiedlichen Kanälen Updates und Informationen.

Mit allen Mitteln

Es gibt im Netz viele Diskussionen über die Unabhängigkeit des Kollektivs und viele sehen ihre Vorhaben kritisch. Und das mit Recht, im wahrsten Sinne des Wortes! Um die Aktionen ausführen zu können müssen Sie sich fast immer Zugang zu gesicherten Daten verschaffen. Das ist schon seit 1986 zur Bekämpfung der Wirtschaftskriminalität illegal und es drohen seit dem 11.08.2007 laut Strafgesetzbuch Bestrafungen für jegliche Arten des Hackens. Der Aspekt, dass sie die Gestze brechen um für Gerechtigkeit und Menschenrechte zu kämpfen ist auch überdenkar. Die Meinungen der verschiedenen Fraktionen reichen laut dem digital-Magazin „stern“ durch die offene Struktur von ganz links bis hart rechts. So ist es schwer sich eine Meinung für das gesamte Kollektiv zu bilden.

Von Alisa W.

3 Kommentare zu „Gehackt – namenlose Gegner“

  1. Lutz Würbach

    Liebe Alisa, vielen Dank für Deinen interessanten Text. Leider geht daraus nicht hervor, auf welche Quellen Du Dich Stützt. Das ist schade. Und bei aller Sympathie für die Menschen, die gegen Rassismus und Polizeigewalt protestieren – Hacker tun etwas Verbotenes. Das muss auch in solchen Texten wie dem Deinen gesagt werden. Das Ziel rechtfertigt eben nicht jedes Mittel.

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