Fußball in Zeiten von Corona

Fußball in Zeiten von Corona- viele denken da an leere Stadien und gelangweilte Abende vor dem Fernseher, aber gerade in dieser Zeit ist es so viel.  Ich zeige euch in diesem Artikel, was in der Corona-Zeit so besonders am Fußball ist.

Corona betrifft auch den Fußball in Deutschland, sodass einige Regeln aufgestellt wurden: Die Anreise einer Mannschaft erfolgt nun in mehreren Bussen, da der Sicherheitsabstand sonst nicht eingehalten werden kann. Das Stadion wird in folgende Zonen eingeteilt: Stadioninnenraum, Tribüne und das Stadionaußengelände. Der Verein der Heimmannschaft muss darauf achten, dass sich nicht mehr als 300 Personen auf dem Gelände befinden. Neben den Spielern und den Unparteiischen dürfen sich nur bis zu zehn Mitgliedern der Funktionsteams, vier Balljungen(mit Mundschutz), drei Fotografen, vier Sanitäter, vier Ordner und 15 Personen für den Videobeweis und die Datenerhebung im Stadioninnenraum befinden.

Leider sind zu ihrem eigenen Schutz in keiner der drei Zonen Fans erlaubt. Die Fans finden das nicht so toll, wie sich am 11.03.2020 in Paris zeigte. Dort versammelten sich Fans des Vereins Paris Saint-Germain beim Spiel gegen Borussia Dortmund vor dem Stadion und feierten nach dem 2:0-Sieg der Pariser mit ihrer Mannschaft. Seitdem war es das letzte Spiel mit Fans.

Zusätzlich erlaubte die Deutsche Fußball Liga (DFL) anstatt 3 Auswechslungen nun 5 Auswechslungen pro Spiel bis zum Ende der Saison, um in die Spieler in der Corona-Zeit zu schonen.

Auch das gemeinsame Jubeln der Spieler wurde verboten. Ein kurzer Ellenbogen oder Fußkontakt sei aber laut den neuen Regeln erlaubt. Dies funktionierte in den ersten beiden Wochen auch einwandfrei aber mittlerweile jubeln die meisten Vereine wieder in Gruppen. Auch das Ausstoßen von Körperflüssigkeiten wie zum Beispiel Speichel sollen die Spieler vermeiden.

Meiner Meinung nach schaden die sogenannten Geisterspiele ohne Zuschauer am meisten den Fans. Die Redaktion der rbb24 hat Fußball-Fans interviewt. Der Großteil konnten die Ankündigung weiterer Geisterspiele nicht glauben und sie wünschten sich nichts mehr als, dass dieser „Alptraum“ bald ende. Deshalb blieben die meisten auch zu Hause und gingen weder zum Public Viewing noch in die Bar, um das Spiel in zu schauen. Sie blieben lieber zu Hause, so die eigene Aussage.

Den Vereinen schadet die Corona-Krise auch, denn ohne Unterstützung fehlt ihnen ein Teil des Kampfgeists. Sie haben keine Fans bei sich, die nach einem Spiel mit ihnen feiern oder leiden. Auch die Spieler und Trainer haben sich zu Corona geäußert. So zum Beispiel der Trainer des SC Freiburg, Christian Streich bei einer Pressekonferenz im März. Streich sagte in einem Interview: „Ich habe keine Lust, dass jeder seinen Senf dazu gibt und meint er müsse entscheiden wie es weiter geht.“ Außerdem sagte Streich man solle die Entscheidung von Virologen, Ärzten und Politikern akzeptieren: „Ich überlasse das den Experten, die sowieso schon Stress genug haben und der Rest sollte sich da raushalten“, so Streich weiter. Zusammen mit allen anderen Mitgliedern des Vereins verzichtete Christian Streich auf einen Anteil seines Gehaltes, um seinen Beitrag in der Corona-Krise zu leisten. Ich finde, sie gehen mit gutem Beispiel voran.

Denn ich hoffe, dass es bald möglich ist, die leeren Sitze in den Stadien wieder zu füllen. Egal ob FCB oder BVB, ob Mann oder Frau und egal welcher Sexualität, Nation oder Hautfarbe die Fans angehören, alle sollten jetzt zusammenhalten, um bald wieder ins Stadion gehen zu können.

Von Leonard N.

1 Kommentar zu „Fußball in Zeiten von Corona“

  1. Lutz Würbach

    Lieber Leonard, das ist eine gute Fleißarbeit. Du hättest aber am Anfang sagen müssen, dass Deine Darstellung den Profifußball betrifft, also die drei oberen Ligen. Im Amateurfußball gibt es weder eine Anreise mit mehreren Bussen noch Balljungen. Dort wird gar nicht mehr gespielt. Diese Einordnung halte ich durchaus für wichtig.

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