Corona- Der Wandel in meiner Alltagsroutine

Jeden Abend, 20 Uhr, schaue ich mit meiner Familie die Tagesschau. Dabei geht es 15 Minuten lang nur um das Coronavirus, auch Covid-19 genannt. Jedes Mal wird gesagt, dass man soziale Kontakte vermeiden soll. Wie sehe ich das? Ich darf mich nicht mit meinen Freunden treffen. Den ganzen Tag mache ich Aufgaben von der Schule und am Abend gehe ich mit dem Hund Gassi, für eine halbe Stunde. In den Urlaub sollte es zwar nicht gehen, aber mit der Familie stand eine große 80-er Party an, die aber abgesagt werden musste. Ist es übertrieben, dass Schulen, Kindergärten, öffentliche Einrichtungen, sowie Konzerte und andere Sachen abgesagt oder geschlossen wurden? Nein, weil wir auf unsere Mitmenschen achten sollen, darauf, dass die Immungeschwächten, Älteren etc. an dem Coronavirus nicht erkranken. Am Anfang dachten wir, die noch ein gutes Immunsystem haben, dass es uns sowieso nichts angeht. Wenn wir es bekommen, sterben wir nicht. Das war leichtsinnig. Meine Meinung dazu hat sich mit dem Tag geändert, als meine Schule geschlossen wurde. Da habe ich realisiert, dass wir nur an uns gedacht haben und nicht an unsere Mitmenschen. Ich bin über mich selber verärgert, dass ich einer von den Menschen war, die nur an sich gedacht hatte, nicht an unsere Mitmenschen. Und was haben wir davon? Wir sitzen jetzt für eine unbekannte Zeit zuhause. Aber wenigstens können wir uns in dieser Zeit auf das Wesentliche konzentrieren und uns selbst reflektieren. Bis dahin sehe ich meine Freunde nur per Videoanruf. 

Jule Leichsenring

1 Kommentar zu „Corona- Der Wandel in meiner Alltagsroutine“

  1. Lutz Würbach

    Liebe Jule, so wie Du haben am Anfang viele Menschen gedacht. Das ist aber nicht so schlimm, schließlich kann selbst heute noch niemand sagen, wie gefährlich das Virus tatsächlich ist. Aber schön, dass Du so ehrlich bist.

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