Saltatio Mortis – für immer frei!

Saltatio Mortis ist eine Mittelalter-Rock Band mit dem Moto ,,Wer tanzt, stirbt nicht „. Die Band wurde 2000 in Ronneburg gegründet und hatte 7 Mitglieder. 2006 haben die meisten Gründer die Band verlassen. Heute sind es nur noch drei der Gründer: Sänger Jorgh Roth (Alea der Bescheidene), Schlagzeuger Timo Gleichmann (Lästerbalk der Lästerliche) und Drehleierspieler Günther Kopf (Falk von Hasen-Mümmelstein). Sie haben bis heute 17 Alben veröffentlicht, darunter auch „Zirkus Zeitgeist“ (2015), das 2018 im August die Goldene Schallplatte gewann, „Brot und Spiele“ (2018) und „Das schwarze 1×1“ (2013), welche alle auf den 1. Platz der deutschen Chartplatzierungen waren. Dieses Jahr bringen sie ein neues Album mit dem Titel ,,Für immer Frei“ heraus. Sie gehen damit im Oktober und November auf Tour durch Deutschland. Obwohl Saltatio Mortis eine Mittelalter-Rock-Band ist, handeln die Texte der Band nicht allein von mittelalterlichen Themen, vielmehr findet das politische Engagement der Band häufig Eingang in die Texte. So ist Fiat Lux vom Album „Sturm aufs Paradies“ zum Beispiel ein Anti-Atomkraft-Lied in mittelalterlicher Metaphorik. Im Album „Wer Wind sät“ kritisiert die Band die zunehmende Unmündigkeit und Nepotismus in der heutigen Zeit, in Form ihres Liedes „Manus Manum Lavat“ (dt. eine Hand wäscht die andere). Im Zusammenhang mit ihrem 2013 erschienenen Lied „Wachstum über alles“ veröffentlicht Saltatio Mortis einen offenen Brief. In diesem kritisieren sie unter anderem das Streben der Wirtschaft nach Gewinnmaximierung und die ungerechte Einkommensverteilung in Deutschland. In diesem Lied verwendeten sie ganz bewusst die erste Strophe des Lieds der Deutschen, „um aus der alten Hymne eine neue zu machen, eine Hymne, die uns hoffentlich in eine gerechtere und fairere Welt führt“. Die Band wollte mit diesem Stilmittel zum Denken und zum Handeln auffordern. Zugleich weisen sie darauf hin, dass sie ein „entschiedener Gegner jeglicher rechter, deutsch-nationaler Gedanken“ sind. Im Lied „Augen zu“ verwendeten sie Melodie und Struktur des bekannten Horst-Wessel-Liedes, um in besonders deutlicher Weise die geringer werdende öffentliche Meinungsäußerung insbesondere gegen rechte Tendenzen zu kritisieren. In dem Album „Brot und Spiele“ prangert die Band in dem Lied „Besorgter Bürger“ den Einfluss sozialer Medien auf die öffentliche Diskussion an und das Phänomen, dass der eigentliche Wortsinn des besorgten Bürgers, nämlich jemand, der Sorge trägt um das Gemeinwesen Staat, verloren gegangen sei, weil der Begriff von rechts gekapert worden sei. Saltatio Mortis unterstützt Sea Shepherd und ruft ihre Fans dazu auf, diese oder andere Hilfsorganisationen zu unterstützen.

Tassilo-Jaan Boeßner

1 Kommentar zu „Saltatio Mortis – für immer frei!“

  1. Lutz Würbach

    Interessanter Text, viel Fleiß, viel Wisse! Aber was ist der Anlass bzw. das Thema. Es ist mehr oder weniger eine Chronologie der Band und ihrer Alben, ohne dass ich eine Relevanz für mich erkennen kann. Du reißt viele Aspekte an (Im Lied „Augen zu“ verwendeten sie Melodie und Struktur des bekannten Horst-Wessel-Liedes, um in besonders deutlicher Weise die geringer werdende öffentliche Meinungsäußerung insbesondere gegen rechte Tendenzen zu kritisieren.), erklärst sie aber nicht. Das macht den Leser ein bisschen ratlos.

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