„Viele Menschen haben einfach kaum ein Bild von Volleyball als professionellen Sport“

verfasst von Paula Z. , LCG Wittenberg

Erstligaspieler Marie Schölzel und Simon Hirsch erzählen von ihrer Liebe zum Volleyball und ihrem Weg nach ganz oben.

Sowohl Marie als auch Simon sind der Karriere als großer Volleyballer schon in jungen Jahren hinterher gejagt. Aus einer einfachen Freizeitbeschäftigung wurde ihre ganz große Leidenschaft. Mir wurde die Ehre zuteil beide über die Sozialen Netzwerke zu interviewen. Und nun berichteten sie uns von dem Aufstieg ihrer Karriere und was den Sport für sie so besonders macht.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass Volleyball sehr oft unterschätzt wird.Deshalb war meine Frage an euch, was Volleyball für euch besonders und anders als andere Sportarten macht?

Marie Schölzel: Volleyball hat einfach unfassbar viele Varianten einen Punkt zu machen. Also nicht nur harter Angriff, sondern auch einen Block, Aufschlag, zweiten Ball usw. Dazu kommt, dass es viel öfter zu einem Punkt kommt als in anderen Sportarten, es passiert quasi immer was. Außerdem ist man komplett abhängig von seiner Mannschaft, sicherlich kann man auch alleine gute Aufschläge machen, aber um guten Volleyball zu spielen, muss man als Team zusammenarbeiten.

Simon Hirsch: Ich denke der Mix aus Taktik und Technik. Ohne taktisches Spielverständnis, wird es auf hohem Niveau schwer, Erfolge zu erreichen. Und weiter denke ich, ist es ein Sport, wo es nichts bringt, den geilsten Angriff zu machen. Es ist nicht wie beim Fußball, ein Tor und gewonnen. Das ganze geht 25 Punkte mit drei Gewinnsätzen, also wird dadurch eine Konstanz abgefragt, die mental und auch körperlich echt fordernd ist.

Was würden Sie jemanden sagen, der behauptet Volleyball sei kein Leistungsport und kein Olympiasport?

Marie Schölzel: Der soll mal versuchen, ein Training einer Erstliga Mannschaft mitzumachen. Volleyball erfordert vergleichsweise eine sehr hohe Präzision, mit Techniken, die über Jahre erlernt werden, um so präzise spielen zu können. Gleichzeitig ist aber auch viel Kraft gefordert! Bei den Frauen schaffen die besten Diagonale über 100km/h auf den Ball zu bringen. Volleyball vereint die Präzision und Kraft und das auch noch über die Länge eines ganzen Spiels, also bis zu 2 ½ Stunden. Da kann kaum noch eine andere Sportart mithalten!

Stellen Sie sich vor, Sie hätten eine Gruppe voller unmotivierter Jugendlicher mit Vorurteilen vor sich und sollen diese nun zum Spielen anregen.Was zeigen/ erzählen Sie ihnen?

Simon Hirsch: Ich würde ihnen die Highlights von einem Georg Grozer, Leon Marschall zeigen und dadurch sehen sie, wie spektakulär dieser Sport ist. Aber unmotivierte junge Leute vom Gegenteil zu überzeugen ist schwer. Sag ihnen es gibt haufenweise hübscher Frauen die auf Volleyballer stehen 🙂

Gab es auch Zeiten, wo ihr unglaublich unmotiviert wart und einfach keine Lust mehr hattet?Wie habt ihr euch eure Motivation wiedergeholt?

Simon Hirsch: Klar, vor allem als ich jünger war. Ich denke, der Anfang von Volleyball ist am schwierigsten. Die ersten paar Jahre, wo man die Techniken lernt, und es noch nicht alles so klappt wie man möchte, das war schwierig. In der Zeit helfen dir aber das Ambiente, die Freunde im Team und doch hoffentlich das Ziel, was du vor Augen hast. Aber es ist ja auch noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Und könntet ihr auch mal etwas von eurem Weg nach ganz oben erzählen? Das ist ein Thema was sicherlich auch viele interessiert.

Marie Schölzel: Ich habe Ende der 3. Klasse mit dem Volleyball angefangen, war dann in einem Ferienlager und hab in der 4. Klasse angefangen, bei Jugendturnieren mitzuspielen. Ich wollte nichts anderes mehr machen und unbedingt auf eine Sportschule gehen. Ich dachte lange Zeit, dass ich es nicht schaffen würde, doch dann gab man mir eine Chance, welche ich definitiv nutzen wollte.

Simon Hirsch: Ich wollte schon immer Sportprofi werden. Als Kind Fußballer, dann bin ich doch arg gewachsen und habe mit Volleyball angefangen. Ich hab mein Ziel einfach nie aus den Augen gelassen und hab mich Stück für Stück vorgearbeitet. Heute genieße ich zu 100% was ich mache.

Sie haben ja jetzt schon unglaublich viel erreicht, haben Sie da jetzt überhaupt noch Ziele?

Marie Schölzel: Für die Saison ist das natürlich die Meisterschaft! Und dann gibt es natürlich den Traum Olympia. Und ich würde auch sehr gerne ein paar Jahre im Ausland spielen.

So, als große Abschlussfrage würde ich sehr gern wissen was Sie denken, warum Volleyball

überhaupt so unterschätzt wird?

Marie Schölzel: Ich glaube, viele Menschen haben einfach kaum ein Bild von Volleyball als professionellen Sport und denken eher an das Beachen im Urlaub.

Simon Hirsch: Ich denke, es sieht leichter aus als es ist, außerdem fehlt auch einfach extrem die Präsenz in den Medien.

1 Kommentar zu „„Viele Menschen haben einfach kaum ein Bild von Volleyball als professionellen Sport““

  1. Lutz Würbach

    Liebe Paula, vielen Dank für Deinen Text. Du hast Dir damit sehr viel Mühe gegeben. Dafür ein dickes Lob. Aber leider hast Du Dich bei dem Thema ziemlich verhoben, wie es bei Journalisten heißt. Der Text hat ein paar Schwächen. Das fängt schon damit an, dass Du Deine Gesprächspartner mal mit „Sie“ ansprichst und mal in Du-Form. Aber das ist noch eine Kleinigkeit. Schwierger für das Verständnis des Textes ist es, dass ich leider nicht erfahre, wer Marie und Simon eingentlich sind: Wo kommen sie her, wo wohnen sie, für welchen Verein spielen sie in welcher Spielklasse? Wie alt sind Sie? Und Deine Grundthese kommt für mich völlig überraschend – nämlich, dass viele Leute Volleyball nicht für einen richtigen Sport halten. Tut mir leid, aber solche Vorbehalte habe ich noch nie gehört. Und Du lieferst dafür auch keine Beweise. Damit fehlt dem Text die Relevanz.

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