Im Rollstuhl durch die Köthener Innenstadt

Oh, wie soll das funktionieren? Das dachten wir uns beim Einstieg in die Rollstühle des Sanitätshauses „Schulz“. Doch die Frage der Funktion war nicht unser das einzige Problem.

(Foto: Wiktoria Blachowiak)

Wir, Paula Grosse, Louis Ahrend, Lina Poguntke und Wiktoria Blachowiak kommen aus der 9D und machten uns an einem an einem Freitag Morgen um 8 Uhr auf den Weg in die Köthener Innenstadt. Auf unserer Fahrt ins Zentrum der Stadt stießen wir auf das erste Problem: Die Obst Ecke. Das Geschäft besaß hohe Stufen und war somit nicht behindertengerecht.

Ein paar Meter weiter sahen wir jedoch 2 Läden mit Rampen, die zum Eingang führen. Dadurch kann jeder Rollstuhlfahrer problemlos hineingelangen. Unser nächstes Ziel war die Drogerie „Müller“. Diese konnten wir ohne Hindernisse befahren. Ebenso gab es einen Fahrstuhl mit dem die Beförderung von oben nach unten gewährleistet werden konnte. Danach fuhren wir gemeinsam zum Rathaus. Auf den Weg dorthin entdeckten wir voller Begeisterung einen Übergang von der einen zur anderen Straßenseite, der das Überqueren der Holperstraße möglich machte.

(Foto: Wiktoria Blachowiak)

Am Rathaus angekommen suchten wir einen Eingang für Rollstuhlfahrer. Diesen fanden wir schließlich ausgeschildert im Hinterhof. Die Redaktion der Mitteldeutschen Zeitung war unser nächster Halt, wo wir auf die Fotografin der Zeitung – Ute Nicklisch warteten. Mit ihr begaben wir uns wieder zu dem vorhererwähnten Rollstuhlübergang, um dort Fotos für die MZ zu machen. Das bereitete uns sehrviel Freude. Wir entschieden uns anschließend eine kleine Pause in der Bäckerei „Rödel“ zu machen, da wir bemerkten, dass rollstuhlfahren sehr anstrengend ist, weil es die Muskulatur des ganzen Körpers beansprucht. Es war zwar möglich in die Bäckerei hineinzugelangen, jedoch kompliziert, da die Tür sehr schmal war.

Als die uns zur Verfügung gestellte Zeit um war. Fuhren wir zu unserer Schule dem „Ludwigsgymnasium Köthen“. Wir begrüßten unsere Sozialkundelehrerin, Ines Engelmann. Der Fahrstuhl der Schule machte es uns möglich in die Häuser 1 und 3 zu fahren. Auf Toilette zu gehen, war sehr umständlich, da es nur eine Behindertentoilette außerhalb der Schulhäuser gibt. Die anderen Toiletten in den Häusern waren alle zu eng, um sie mit einem Rollstuhl betreten zu können.

Um die Mittagszeit gaben wir die ausgeliehenen Rollstühle wieder ab. Schließlich können wir sagen, dass wir das Projekt sehr spannend und interessant fanden. Wir sahen die Welt plötzlich aus einem ganz anderen Blickwinkel, denn als Rollstuhlfahrer begegnet man im Alltag mehr Problemen.

(Foto: Wiktoria Blachowiak)

Man braucht aber auch viel Kraft aus den Armen, um sich fortbewegen zu können. Ein letzter Hinweis an alle: Achtet auf Menschen, die mit einer Behinderung leben müssen.

Paula Grosse, Louis Ahrend, Lina Poguntke und Wiktoria Blachowiak, Klasse 9d, Ludwigsgymnasium in Köthen

 

 

1 Kommentar zu „Im Rollstuhl durch die Köthener Innenstadt“

  1. Eine tolle Idee und ein guter Text. Der wäre noch besser geworden, wenn Ihr den Vormittag nicht chronologisch abgehandelt hättet. Vielleich auf zwei, drei Stationen beschränken, aber dafür diese umfassender beschreiben. Aus der Sicht des Rollstuhlfahrer und / oder desjenigen, der schieben muss. Ihr habt eine Menge Erfahrung gesammelt, verkauft sie aber nicht gut genug. Ach ja: Foto mit Zunge raus geht gar nicht. Das signalisiert bestenfalls, dass man Euch nicht ernst nehmen soll. Das hat Euer Projekt nicht verdient!

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