Leben im Minimalismus

Was ist Minimalismus? Minimalismus ist es sich auf die nötigsten Dinge zu beschränken und sich nicht im Massenkonsum zu ertränken.  Wer denkt, dass nur Messis im Massenkonsum leben, täuscht sich. Denn fast jeder den sie kennen, befindet sich im Massenkonsum.

Ob es die Sammlung von Kugelschreibern ist, die man besitzt, in welcher vielleicht nur noch die Hälfte schreibt oder es die überschüssigen Klamotten sind, die im Schrank hängen, wo man sich aber sicher ist, dass man diese man diese nicht benötige.

Doch woher kommt dieser Massenkonsum?

Er entspringt unserem Umfeld und unseren Ansichten.

Doch in einer Welt wie unserer, wo man seine Befriedigung darin findet, das Neueste zu besitzen oder der Coolste zu sein, wundert das einen nicht.

Die Frage ist jetzt, ob man heutzutage nur glücklich wird, wenn man sich dem Massenkonsum hingibt oder ob man auch mit den nötigsten Dingen glücklich werden kann.

Wir befragten Lehrer und Schüler zu diesem Thema:

Was halten Sie vom Minimalismus?

– gut  20%

– nicht gut  20%

– keine Erfahrungen  60%

 

Können Sie sich vorstellen selbst minimalistisch zu leben oder ein Experiment dazu zu machen?

–  ja  20%

– nein  40%

– ja als Experiment  40%

 

Auf welches dieser 3 Dinge könnten Sie am wenigsten verzichten?

– Lieblingskleidung  20%

– Süßes  20%

– Medienkonsum  60%

 

Zu unserem Thema erklärte ich (Moritz Kube, 15) mich bereit ein 3-tägiges Selbstexperiment durchzuführen, bei dem ich wie ein Minimalist leben würde. Bereits zu Beginn kamen die ersten Probleme auf. Worauf kann ich verzichten? Was ist zu wichtig? Und wie viel brauch ich überhaupt? Eine echte Denksportaufgabe. Als ich dann nach einiger Zeit meine Sachen beisammen hatte, insgesamt 35 aus verschiedensten Bereichen, konnte es am nächsten Tag losgehen.

Tag 1: Der Tag startete wie gewohnt. Mein Wecker klingelte ich stand auf und ging zuerst unter die Dusche. Das dauerte nicht lange, ich hatte ohnehin nur ein Duschgel. So war das mit allem. Nirgendwo hatte ich viel Auswahl, nicht bei Kleidung und gefühlt auch nicht an Beschäftigungen. Ich lag den größten  Teil des Tages faul rum und war am Handy. Doch das wurde bald langweilig. Wo ich normalerweise schnell etwas gefunden hätte, was ich machen könnte, wusste ich nichts mit mir anzufangen und so verging die Zeit bis zum Abend. Am nächsten wird es nicht so laufen, sagte ich mir.

Tag 2: Den Tag fing ich wieder gleich an. Ich hatte bereits vor dem Experiment eine simple Morgenroutine an die ich gewohnt war. Danach allerdings wollte ich nicht wie gestern den ganzen Tag nichts tun. Also entschied ich, mich mit Freunden zu treffen. So verging der Tag viel schneller als der letzte und ich vergaß dabei fast, dass ich ja gerade mitten in einem Selbstexperiment steckte. Naja, zumindest bis ich nach Hause kam. Ich hatte ein bisschen zum Abendbrot gegessen und danach lag ich noch im Bett wach, mit meinem Handy in der Hand bis ich einschlief.

Tag 3: Diesen Tag verbrachte ich wieder allein, wie am ersten Tag, doch dieses Mal versuchte ich mich anderweitig zu beschäftigen. Ich zeichnete etwas mit meinem einzigen Stift und machte noch andere ungewohnte Dinge. Sogar etwas Sport machte ich mal wieder nach Ewigkeiten. Außerdem versuchte ich etwas auszuruhen und mich zu entspannen, wovon ich bemerkt habe, dass ich es viel öfter machen sollte.

Beim Essen hielt ich mich wie die anderen Tage auch zurück da ich mir nicht sicher war wie es sich damit im Minimalismus verhält. Am Abend freute ich mich auf den nächsten Tag, wenn ich wieder in mein normales Leben gehen würde, auch wenn die 3 Tage gar nicht so schlimm waren wie gedacht.

 

Rückblickend würde ich sagen, dass ich mein normales Leben, dem im Minimalismus vorziehe, wobei das Selbstexperiment auch interessant war und man definitiv etwas aus diesem Lebensstil etwas lernen konnte und man die alltäglichen Dinge danach viel mehr schätzt.

 

Moritz Kube, Nils Brandt, Emma Krökel, Jannis Mohr, 9b, Ludwigsgymnasium Köthen

1 Kommentar zu „Leben im Minimalismus“

  1. Wieder mal ein überraschendes Thema. Sehr schön finde ich die Umfrage, da hätte ich mir sogar noch mehr gewünscht. Allerdings bin ich mir nicht sicher, wie griffig für Dich/Euch der Begriff Minimalismus ist. Er bedeutet doch, mit wenig auszukommen – oder zumindest Überfluss zu vermeiden. Minimalismus heißt für mich nicht, zu faulenzen, weil ich auf alles Materielle verzichten muss. Ich denke, den Begriff Minimalismus hättet Ihr am Anfang klarer definieren müssen.

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