Fleischkonsum – völlig normal oder „sündhaft“?

Bis vor 2 Jahren hätte ich mir niemals Gedanken über meinen Fleischkonsum gemacht, doch dann begann der Trend sich vegetarisch oder vegan zu ernähren. Ich stellte mir also oft die Frage, ob es denn wirklich eine Lebensweise sei oder ob Leute nur so lebten, um dem Gruppenzwang gerecht zu werden.

Ich persönlich möchte das Fleisch in meinem Alltag auf keinen Fall missen, allerdings habe ich auch keine Vorurteile gegenüber Personen, die aus Überzeugung Vegetarier oder sogar Veganer sind. Zwei meiner engsten Freundinnen leben selbst so und verzichten teilweise auf den Verzehr von Fleisch, daher komme ich in meinem Alltag in direkte Berührung mit diesem Thema.

Um mir mal ein Bild machen zu können, wie viel Fleisch wir eigentlich an einem Tag verzehren, hab ich diese Frage mal drei meiner Freunde gestellt. Von 0g bis hin zu 150g pro Tag, hatte ich alles dabei. Unter den drei Befragten, war auch eine Flexitarierin, das heißt sie legt zum Teil Wert auf fleischfreies Essen, möchte aber Fisch und Wurst nicht kontinuierlich meiden. Sie gab mir an, falls sie mal Fleisch esse, dann meist unter 100g an einem Tag. Eine meiner Freundinnen, sagte zu mir, dass sie sehr darauf achte wie viel sie davon am Tag esse, jedoch würde sie sich selbst nicht als strikte Vegetarierin bezeichnen. Und das letzte Mädchen, das ich zu dem Thema befragte, erklärte mir, dass sie zwar darauf achte niemals zu viel Fleisch zu essen, sich selbst aber nicht im Verzehr einschränkt. Eine Woche lang habe ich mal darauf geachtet, wie viel tierische Erzeugnisse ich eigentlich an einem Tag esse und habe festgestellt, dass ich an normalen Schultagen selten mehr als 200g Fleisch verspeise, dennoch könnte es am Wochenende schon mal etwas mehr werden, denn zum Mittagessen mit meiner Familie esse ich gut und gerne auch mal ein Schnitzel oder ein Steak.

Aber woher kommt das Fleisch eigentlich? Oft wissen wir das gar nicht so genau, bzw. achten auf die Herkunft eher weniger. Als ich in den letzten Wochen im Supermarkt unterwegs war, hab ich mir öfter über die Herkunft des Genussmittels Gedanken gemacht. Viele Marken werben mit der Tatsache, dass das Fleisch aus der Region kommt und oft kann man sogar nachlesen woher es genau stammt, und doch achtet man kaum darauf. Ich persönlich weiß so gut wie nie, woher meine Wurst und Fleischwaren kommen. Genau dasselbe habe ich wieder meine 3 Freunde gefragt und alle bestätigten mir, dass sie nicht wüssten woher ihre Wurst komme.

Abschließend kann ich sagen, dass für mich der Genuss von Fleischwaren auf keinen Fall eine „Sünde“ oder ähnliches ist, jedoch sollte ich mir vornehmen, öfter genauer hinzuschauen, aus welchen Regionen bzw. Ställen mein Steak geliefert wird, um schlechten Haltungen entgegen zu wirken. Außerdem darf meiner Meinung nach jeder so leben wie er es möchte und für richtig empfindet, sollte dabei aber nicht die Menschen verurteilen, die sich ander ernähren als man selbst.

Lisa-Marie Schröter

Klasse 9c

Ludwigsgymnasium, Köthen

1 Kommentar zu „Fleischkonsum – völlig normal oder „sündhaft“?“

  1. Lutz Würbach

    Schauen, woher das Fleisch kommt! Du hast bei dem Thema Ernährung einen wichtigen Hinweis gegeben. In vielen anderen Texten dreht sich die Frage nur darum, ob Fleich ja oder nein. Vielen Dank für Deinen Blick auf das Thema.

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