Mülltrennung – Wir versinken im Plastikmüll

Dessau- Haben Sie sich eigentlich auch schon mal gefragt, was mit Ihrem ganzen Müll passiert? Plastikmüll ist ein Problem, das uns alle angeht. Wir, die Schülerinnen Leonie Hohndorf und Evelin Wertmann, haben uns im Umweltbundesamt über die Mülltrennung informiert. Dafür haben wir ein Interview mit dem Mitarbeiter Matthias Fabian geführt, welcher sich auf das Thema Verpackungsentsorgung spezialisiert hat. Das Umweltbundesamt findet es wichtig, den Müll zu trennen und den Verpackungsmüll zu recyceln, denn täglich werden Tonnen von Müll produziert. Durch die richtige Mülltrennung können die Sortieranlagen optimal arbeiten und wertvolle Rohstoffe zurückgewonnen werden.

Was passiert mit dem Gelben Sack?
Matthias Fabian: Der Gelbe Sack wird abgeholt und in eine Sortieranlage gebracht. Dort werden die Säcke aufgerissen und über ein Fließband transportiert. Es gibt verschiedene Sortierschritte, die die unterschiedlichen Materialien voneinander trennen, wie z.B. einen Magneten, einen Wirbelstromabscheider, ein Gebläse, ein Sieb und Nahinfrarotscanner.

Wird bei der Sortieranlage auch per Hand sortiert?
Matthias Fabian: Bevor das ganze Plastik mit dem Scanner sortiert wird, geht es oft durch eine Kabine, wo die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schauen, dass keine Sachen dabei sind, die beim Recycling Probleme bereiten können. Jedoch wird Plastik normalerweise nicht einzeln per Hand sortiert.

Müll ist für viele Leute unwichtig – wieso dann der ganze Aufwand?
Matthias Fabian: Für die Umwelt ist ganz wichtig, dass man den Müll richtig trennt, da für die Herstellung einer Plastikflasche viel Energie benötigt wird. Die Energie, die in dem Material selbst ist, kann beim Verbrennen zurückgewonnen werden, aber die Energie, die für die Herstellung benötigt wird, geht verloren. Deshalb ist es wichtig, den Müll zu recyceln. Das geht nur, wenn Verbraucherinnen und Verbraucher ihren Müll richtig trennen und Verpackungen in den Gelben Sack werfen.

Herr Fabian, wie kann man seinen Plastikverbrauch im Alltag reduzieren?
Matthias Fabian: Es ist wichtig, dass man guckt, ob es Sachen zu kaufen gibt, die keine unnötige Verpackung haben, wie beim Obst oder Gemüse. Bei Getränken gibt es die Option, sich Mehrwegflaschen zu kaufen. Somit kann sich jeder die Frage stellen „Möchte ich eine Einwegflasche oder einen Getränkekarton wirklich kaufen oder gibt es Alternativen?“. Denn der Abfall, der gar nicht erst entsteht, ist am besten.

      Leonie Hohndorf, Evelin Wertmann

         Ludwigsgymnasium Köthen, 9a

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