Der beste Freund des Menschen?

 

Viele Kinder wünschen sich einen Hund, aber was bringt so ein Hund mit sich und was muss man alles beachten?

Ich öffne die Tür und werde direkt stürmisch von meinem Hund begrüßt. Seit meine Eltern vor 1 ½ Jahren einen Australian Shepherd gekauft haben, ist nichts mehr wie früher. Alles fing damit an, dass mein Bruder unbedingt einen Hund haben wollte. Nach vielen Diskussionen fiel die Entscheidung: Wir informierten uns über Hunderassen und ihre Eigenschaften, über Hundeerziehung und anschließend sahen wir uns nach einem seriösen Züchter um. Wir besuchten mehrmals den Hof, um den kleinen Aussie-Welpen kennenzulernen und um zu sehen, ob er in unsere Familie passte. Für mich war die Entscheidung nicht schwer, denn ich hatte mich sofort in sein Wesen verliebt. Der Australian Shepherd ist ein temperamentvoller, vielseitig einsetzbarer Arbeitshund, mit enormem Lernvermögen. Er verfügt jedoch auch über einen Schutztrieb und ist gegenüber Fremden ein wenig reserviert. Auch was die Fellfarben angeht, ist er sehr breit gefächert. Es gibt 16 Farbvarianten. In unserem Fall bezeichnet man die Farbkombination als „Black Tri“ (schwarz mit kupferfarbenen und weißen Abzeichen). Und dann ging es los. Wir sicherten Treppen, kauften Hundefutter, Leckerlies, ein Hundekörbchen, eine Leine, ein Halsband, Futter- und Trinknäpfe und natürlich auch Spielzeug. Hier ist es wichtig, dass man auf Alter, Größe und rassespezifische Eigenschaften des Tieres achtet. Zum Beispiel sollte der Hund – auch wenn er ausgewachsen ist – in sein Körbchen passen. Welpen benötigen auch anderes Futter als ältere Hunde, weil sie noch wachsen müssen. Für das lange Fell des kleinen Aussies kauften wir Bürsten, Shampoo und eine Fellschere.

Nachdem Sydney – so haben wir ihn  genannt – bei uns einzog, begann die Eingewöhnungsphase. Diese war anstrengender als ich sie mir vorgestellt hatte, denn was wir nicht bedacht hatten war, dass manche Hunde Probleme damit haben, allein zu bleiben. So wie er mich jetzt anschaut, würde ich nicht glauben, dass er schon Kissen, Spielzeug, ein Sofa und Möbel kaputt gemacht hat. Er hat sogar Tapete einschließlich des Putzes von der Wand gerissen. Wir sahen uns daraufhin nach einer Hundetagesstätte um. Ich bezeichne es auch als Hundekindergarten, weil Sydney dort mit Hunden in seiner Größe spielen und toben kann, während ich in der Schule bin. Wir gingen zu dem Zeitpunkt auch schon in eine Hundeschule, in der uns beigebracht wird, wie man einen Hund erzieht, wie man in bestimmten Situationen reagieren muss und vieles mehr.

Doch neben dem Problem allein zu bleiben, war die Sozialisierung auch nicht sehr einfach. Das hat sich allerdings schon gelegt. Man muss auch Zeit für Arztbesuche einplanen, damit der Welpe seine noch ausstehenden Impfungen bekommt. Sydney schwänzelt mir um die Füße. Ich gehe mit ihm nach draußen, um seine abendliche Gassirunde zu machen. Wir gehen am Tag zwischen 4 bis 6 Mal mit ihm eine große Runde, denn der Hund braucht Bewegung und Beschäftigung. Obwohl der Wind eisig kalt ist und ich eine Taschenlampe brauche, um etwas erkennen zu können, gehe ich mit dem Hund nach draußen. Bei Wind und Wetter. Sydney stört die Kälte eher weniger. Ich vertraue ihm soweit, dass er frei laufen darf, wenn kein anderer Hund in der Nähe ist. Allerdings darf man niemals vergessen, dass jeder gut erzogene Hund mal erschrecken kann oder abgelenkt wird. Vor allem wenn er noch jung ist, kann es passieren, dass er mal unerwartet nicht hört. Daher sollte trotz allem Vertrauens immer aufgepasst werden. Auch wenn es manchmal schwerfällt, man sollte sich immer an die Grundregel halten: 90 % Konsequenz, 10 % Liebe!

Michelle Schreyer, Gymnasium Landsberg, Klasse 8d

1 Kommentar zu „Der beste Freund des Menschen?“

Kommentar verfassen