Schlagen, Treten, einen Kinnhaken geben – Selbstverteidigung und Angriff zugleich?

Mixed Martial Arts – eine Kampfsportart der Superlative, die nicht nur der Selbstverteidigung dient.

Von Paul Schneider und Lukas Hülzenbecher

Halle/Südgym – Im Octagon, einem achteckigen Käfig, ca. fünf Meter Durchmesser, herrscht eine angespannte Atmosphäre: Zwei Kämpfer stehen sich, die Hand zur Faust geballt, gegenüber. Der Zweikampf kann beginnen. Wird er gut ausgehen?
Die beiden Kämpfer trainieren eine eher unbekannte Sportart – Mixed Martial Arts. Das ist eine Kampfsportart, bei der man alle Körperteile benutzen darf, um seinen Gegner zum Aufgeben zu bringen oder ihn durch ein K.O. kampfunfähig zu machen. Dabei werden Schlag- und Tritttechniken des Kickboxens, Boxens, Taekwondo, Muay Thai und Karate verwendet.
In der Stadt Halle gibt es verschiedene Vereine, bei denen man diese Kampfsportart trainieren kann. So z.B. in den Kampfsportschulen Tigers Revolution in der Merseburger Straße 237 oder bei La Familia in der Freiimfelder Straße 80 oder in der Kampfsportschule GYM 1 Fightclub Halle in der Barfüßer Straße 7.
Es können sowohl Kinder als auch Erwachsene diese moderne Kampfsportart lernen. Besonders geeignet ist Mixed Martial Arts für Kinder und Jugendliche, die nur schwer mit anderen kommunizieren können, die sich besonders gerne auspowern oder lernen wollen, besser mit Konflikten umzugehen.
Trotz dieser Vorteile gibt es aber Gefahren, die sich aus den Kampftechniken ergeben und die man deshalb nicht unterschätzen darf. Da es das Ziel ist, den Kampfpartner außer Kraft zu setzen, kann es zu schwerwiegenden Verletzungen kommen, nicht nur in der Trainingsstätte, sondern auch außerhalb, also z.B. in einer Auseinandersetzung auf der Straße, denn manche Jugendliche schlagen in ihrer Selbstüberschätzung möglicherweise einfach drauf los, ohne sich um die Gefahren für Leib und Leben zu sorgen. So ist Mixed Martial Arts am Ende kein Mittel zur Selbstverteidigung mehr, sondern eine „martiale“ Möglichkeit, durch Schlagen, Treten, Boxen oder Kinnhaken-Versetzen einen anderen Menschen lebensgefährlich zu verletzen oder gar zu töten. Deshalb darf dieser Sport nur in seriösen Trainingsstätten mit professionellen Trainern erlernt und nur im Notfall angewendet werden.

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