Blindenhunde: Kleine Tiere – große Taten!

Sie sind wahrhaftig keine neue Erfindung. Die Geschichte der Hilfstiere reiht bis in die Mitte des 16. Jahrhunderts zurück. Der erste Versuch, Hunde auszubilden, fand 1780 in Paris in einem Blindenhospital statt, eine wirkliche Ausbildungsstätte gab es erst Anfang der 1900er Jahre. Die Ausbildung eines Blindenhundes dauert gut 18 Monate. Als Welpen werden diese Hunde für ein Jahr in einem Haushalt aufgezogen, der bestimmten Richtlinien entspricht. Dort lernen sie Gehorsamkeit und wie sie sich in einem Haushalt zu verhalten haben. Die Begleithunde werden von Profis ausgebildet. Nach 18 Monaten trifft der Hund seinen vorgesehenen Partner; die beiden trainieren dann für einige Wochen miteinander. Aber bevor die beiden dann wirklich zueinander finden, muss die Person einen persönlichen Test bestehen, da kommt es auf ein bestimmtes Auswahlverfahren an. Die Persönlichkeit, Mobilität, der Lebensstil und die körperlichen Bedürfnisse spielen dabei eine wichtige Rolle. Heutzutage werden vor allem Golden Retriever, Labradore und deutsche Schäferhunde zu Blindenhunden ausgebildet. Es hängt von dem Temperament, der Trainerarbeit, der Gesundheit und der Größe ab.

Sie werden darauf trainiert, alle Ablenkungen zu ignorieren und die Bedürfnisse des Besitzers zu beachten. Während ihrem Einsatz stehen die Hunde unter höchster Konzentration. Also nicht ohne Erlaubnis streicheln! Der Hund wird dadurch gestört und glaubt, er müsse jetzt nicht mehr arbeiten und kann spielen. Blindenhunde sind pflegeintensiv, brauchen Aufmerksamkeit und viel Liebe.

Die Hunde gehen nach sieben bis zehn Jahren in Rente. Sie kommen dann in eine Familie, die den Hund wie einen ganz gewöhnlichen Hund behandelt. Einen Blindenhund bekommt man übrigens erst, wenn die Sehkraft unter 5% liegt. Trotzdem haben nur 1-2% aller Blinden einen Begleiter auf vier Beinen.

 

Von Linda Emily Kallasch (Klasse 9e, Gemeinschaftsschule Heinrich-Heine in Halle)

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