Ein Profi unter der Lupe

Am 24.04.2018 besuchten wir drei Schüler der Klasse 8/1 des Martin-Luther-Gymnasiums in Eisleben den Halleschen Fußball Club (HFC), in dessen heiligen Hallen für ein Interview mit dem Profispieler Tobias Schilk, das die AOK Sachsen-Anhalt uns vermittelt hat.

Im Spielerraum, der sonst für Fans tabu ist, nahmen Paul Friedrich, David Goldschmidt und ich, Jannik Schatz, gemeinsam mit Fußballprofi Platz. Das Interview durfte ich mit der Frage eröffnen, wie er, Tobias Schilk, den bisherigen Verlauf der Saison bewerte. Darauf antwortet der 26-jährige HFC-Spieler: „ Es gab Höhen und Tiefen.“ Nachdem die von Schilk mit einigen Resultaten seines Vereins näher erläutert worden waren, wollten wir mehr über ihn selbst erfahren. Als wir den Verteidiger, der uns mehrfach aufforderte ihn zu duzen, nach seinen Vorbildern fragten, erwiderte Tobias Schilk: „Klar habe ich Vorbilder. Spieler, die mir sehr gut gefallen, sind zum Beispiel Sergio Ramos oder Jerome Boateng. Aber ich schau mir überall Gutes ab und versuche das dann selbst umzusetzen.“

Nach den Ritualen vor dem Anpfiff gefragt, erzählte der Spieler, dass es davon viele gebe. So habe er sich unter anderem angewöhnt, den linken Schuh zuerst anzuziehen. Weiterhin verriet uns Schilk, dass die Chemie zwischen den Spielern im Team stimme. Jeder komme gut mit jedem klar und helfe dort, wo er könne. Dennoch gehe man nicht mit jedem in der Freizeit ein Bier trinken.

Uns Schüler interessierte auch, wann und wie oft in der Woche trainiert wird. Dazu sagte der Profi: „Am Montag ist frei. Dienstags haben wir morgens und am Nachmittag Training. Am Mittwoch wird nur nachmittags trainiert und am Donnerstag sowie Freitag bereiten sich alle Spieler auf das Spiel am Wochenende individuell vor.“

Gefragt hat David Goldschmidt auch nach der eigenen Leistung, den persönlichen Stärken und Schwächen sowie nach den Zukunftsplänen des gebürtigen Münchners. Schilk antwortete auf diese Fragen, dass er momentan mit sich und seiner Leistung sehr zufrieden sei. Sein Trainer setze ihn flexibel ein, vordergründig als rechten Verteidiger, aber gelegentlich auch im Mittelfeld als Innenverteidiger. Wo er für die nächste Saison unterschreibe, habe er sich momentan noch nicht entschieden. Auf Paul Friedrichs Frage, was denn sein größter Wunsch sei, antwortete Tobias Schilk: „Gesundheit ist mir wichtig, da ich schon oft verletzt war und weiß, wie anstrengend es ist, sich nach einer Verletzung wieder in Form zu bringen.“

Auf alle unsere Fragen erhielten wir Schüler ausführliche und, davon sind wir überzeugt, auch ehrliche Antworten vom Profi. Zum Schluss führte uns der Pressesprecher Lars Tröffling noch zur Spielerkabine. Wer wo seinen Stammplatz hat, war unschwer zu erkennen. Jeder Platz ist mit einem Spielerfoto verziert. Hier trauten wir uns auch noch zu fragen, ob man beim HFC vom Fußball leben könne. „Ja ich kann davon leben und ich weiß es auch zu schätzen, dass ich mein Hobby zum Beruf machen konnte.“, so der sympathische junge Mann vom HFC, von dem wir beim Abschied Autogrammkarten erhalten haben und den wir bei künftigen Spielen noch genauer beobachten bzw. unter die Lupe nehmen werden.

Schülerreporter Jannik Schatz, MLG Eisleben

1 Kommentar zu „Ein Profi unter der Lupe“

  1. Lutz Würbach

    Lieber Jannik, Du bist sichtlich beeindruckt vom HFC-Termin. Das ist auch nicht tragisch. Es klingt nur ungewohnt, wenn der Reporter formuliert, dass er sich dann doch noch getraut hat, eine Frage zu stellen. Denn dafür ist ein Reporter ja da. Aber das nur am Rande. Wichtiger: Dein Text reißt zu viele Themen an und bleibt dabei oft an der Oberfläche. Was heißt es: Die Spieler bereiten sich Donnerstag und Freitag individuell auf das Spiel am Wochenende vor? Darüber hätte ich gern mehr gelesen. Oder darüber, was sie am Mittwochvormittag machen, wenn erst am Nachmittag Training ist. Dennoch: Dein Test ist gelungen! Prima.

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