Monthly Archives: Mai 2018

Unser Klassenfoto

Von N. Kiczinski am 10.05.2018 22:13:56+02:00
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Kreatives Chaos 

Wenn 25 Individuen mit ihren unterschiedlichen Interessen, Talenten, Stärken und Schwächen an einem einzigen Projekt zusammenarbeiten, ist eines sicher: Es herrschen mindestens 28 verschiedene Meinungen, und jeder Schüler kann seine Ideen gewinnbringend in das Projekt involvieren. Die große Herausforderung besteht darin, das Chaos in eine Reihenfolge und unterschiedliche Vorschläge auf einen Nenner zu bringen. Diese Herausforderung hat unsere Klasse angenommen und bewältigt, sodass das Endprodukt sich sehen lassen kann.  Leon Coffier

Von Sportlern über Mathe- und Physik-Genies bis hin zu Schauspielern, Tierfreunden, Leseratten, Komikern oder Musikern – bei uns, der Klasse 8/1 des Martin-Luther-Gymnasiums in Eisleben, ist einfach alles dabei. Wir ergänzen uns und wissen, wie wir jeden Einzelnen mit seinen Stärken und Schwächen integrieren müssen. Doch manchmal kann es schon passieren, dass es ganz schön hitzig zugeht, wenn wir alle zusammen sind. Allerdings wird es wegen der Vielfalt unserer Interessen nie langweilig. So  hat, als dieses Klassenfoto entstand, unserer Mitschüler Leon seine Drohne zum Einsatz gebracht, um uns mit Martin Luther abzulichten. Da bekannt ist, dass der Namensgeber unserer Schule sehr belesen war, haben wir ihm auch gleich eine Ausgabe der MZ in die Hand gedrückt. Wie man sieht, nutzen wir unsere Talente auch für Aktionen der Gruppe und haben so gemeinsam Erfolg und Spaß.

Damit verabschieden sich die Schülerreporter des MLG aus Eisleben.

 

Hier geht es „WILD“ zu

Von N. Kiczinski am 10.05.2018 20:39:50+02:00
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Der lange Weg zum Jagdschein

Um erstmal auf Jagd gehen zu dürfen, musst du eine Jägerausbildung machen, diese unterscheidet sich einmal in der Zeit und in der Form. Solch ein Durchgang kann von 14 Tagen bis zu einem Jahr dauern, wenn du es direkt schaffst und es nicht wiederholen musst. In der Form unterscheidet es sich insofern, dass du den Kurs traditionell in einem Raum oder es als Fernstudium über Handy, Tablet oder am Computer machst. Jedoch ist es egal wie lange du einen Kurs besuchst beziehungsweise wo. Du lernst überall dasselbe, nämlich aus den folgenden Lernfeldern: Lebensräume, Naturschutz, Land- und Waldbau, Haar- und Federwildarten, Jagdhundwesen, Jagdbetrieb, jagdliche Praxis und Hege, Jagdwaffen, Jagd- und Fanggeräte; Rechtliche Vorschriften zur Jagd. Von den jeweiligen Dozenten der einzelnen Lernfelder bekommst du praktische Tipps. Umgangssprachlich wird die Ausbildung auch das „grüne Abitur“ genannt. Am Ende der Jagdausbildung kommt die abschließende Prüfung die sogenannte „Jägerprüfung“. Diese wird geteilt in theoretischen und praktischen Teil. In Sachsen-Anhalt dauert diese Prüfung zwei Tage. Am ersten Tag wird geschossen und es ist die schriftliche Prüfung dran. Wenn man das Schießen nicht schafft, kommt man gar nicht in die anderen Teile der Prüfung. da es prüfungs- und sicherheitsrelevant ist. Am zweiten Tag ist praktische Prüfung, bei der man an verschiedenen Stationen über die Lernfelder abgefragt wird. Wenn man die Jägerprüfung erfolgreich abgeschlossen hat, kann man einen Jagdschein beantragen. Diesen benötigt man, um auf Jagd gehen zu dürfen. Um erfolgreich jagen gehen zu können, brauchst du nun nur noch das richtige Equipment, dazu gehören: eine Waffe, ein Fernglas, ein Jagdmesser sowie Beutel zur Abnahme von Fleisch- und Blutproben (Trichine bei Wildschweinen), wetterfeste Sachen, einen Waffenschrank, eine Wildwanne, Versicherung (für Wildschaden), gültige Waffenbesitzkarte und einen gültigen Jagdschein. Das Wichtigste sind aber Zeit und Geduld. Auf die Frage, wie das Gefühl sei, wenn man das erste Reh oder Wildschwein geschossen hat, antwortete der Jäger Carsten Sturm: „Es sind gemischte Gefühle, wenn man einem Lebewesen das Leben nimmt, um es dann zu essen“. Als „einfacher Jäger“ hat man keine Pflichtveranstaltungen, bist du jedoch ein Revierpächter, musst du zur „Jahresversammlung der Jagdgenossenschaft“.

 

Schülerreporter Oscar Wielsch, MLG Eisleben

Ein Profi unter der Lupe

Von N. Kiczinski am 10.05.2018 15:36:49+02:00
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Am 24.04.2018 besuchten wir drei Schüler der Klasse 8/1 des Martin-Luther-Gymnasiums in Eisleben den Halleschen Fußball Club (HFC), in dessen heiligen Hallen für ein Interview mit dem Profispieler Tobias Schilk, das die AOK Sachsen-Anhalt uns vermittelt hat.

Im Spielerraum, der sonst für Fans tabu ist, nahmen Paul Friedrich, David Goldschmidt und ich, Jannik Schatz, gemeinsam mit Fußballprofi Platz. Das Interview durfte ich mit der Frage eröffnen, wie er, Tobias Schilk, den bisherigen Verlauf der Saison bewerte. Darauf antwortet der 26-jährige HFC-Spieler: „ Es gab Höhen und Tiefen.“ Nachdem die von Schilk mit einigen Resultaten seines Vereins näher erläutert worden waren, wollten wir mehr über ihn selbst erfahren. Als wir den Verteidiger, der uns mehrfach aufforderte ihn zu duzen, nach seinen Vorbildern fragten, erwiderte Tobias Schilk: „Klar habe ich Vorbilder. Spieler, die mir sehr gut gefallen, sind zum Beispiel Sergio Ramos oder Jerome Boateng. Aber ich schau mir überall Gutes ab und versuche das dann selbst umzusetzen.“

Nach den Ritualen vor dem Anpfiff gefragt, erzählte der Spieler, dass es davon viele gebe. So habe er sich unter anderem angewöhnt, den linken Schuh zuerst anzuziehen. Weiterhin verriet uns Schilk, dass die Chemie zwischen den Spielern im Team stimme. Jeder komme gut mit jedem klar und helfe dort, wo er könne. Dennoch gehe man nicht mit jedem in der Freizeit ein Bier trinken.

Uns Schüler interessierte auch, wann und wie oft in der Woche trainiert wird. Dazu sagte der Profi: „Am Montag ist frei. Dienstags haben wir morgens und am Nachmittag Training. Am Mittwoch wird nur nachmittags trainiert und am Donnerstag sowie Freitag bereiten sich alle Spieler auf das Spiel am Wochenende individuell vor.“

Gefragt hat David Goldschmidt auch nach der eigenen Leistung, den persönlichen Stärken und Schwächen sowie nach den Zukunftsplänen des gebürtigen Münchners. Schilk antwortete auf diese Fragen, dass er momentan mit sich und seiner Leistung sehr zufrieden sei. Sein Trainer setze ihn flexibel ein, vordergründig als rechten Verteidiger, aber gelegentlich auch im Mittelfeld als Innenverteidiger. Wo er für die nächste Saison unterschreibe, habe er sich momentan noch nicht entschieden. Auf Paul Friedrichs Frage, was denn sein größter Wunsch sei, antwortete Tobias Schilk: „Gesundheit ist mir wichtig, da ich schon oft verletzt war und weiß, wie anstrengend es ist, sich nach einer Verletzung wieder in Form zu bringen.“

Auf alle unsere Fragen erhielten wir Schüler ausführliche und, davon sind wir überzeugt, auch ehrliche Antworten vom Profi. Zum Schluss führte uns der Pressesprecher Lars Tröffling noch zur Spielerkabine. Wer wo seinen Stammplatz hat, war unschwer zu erkennen. Jeder Platz ist mit einem Spielerfoto verziert. Hier trauten wir uns auch noch zu fragen, ob man beim HFC vom Fußball leben könne. „Ja ich kann davon leben und ich weiß es auch zu schätzen, dass ich mein Hobby zum Beruf machen konnte.“, so der sympathische junge Mann vom HFC, von dem wir beim Abschied Autogrammkarten erhalten haben und den wir bei künftigen Spielen noch genauer beobachten bzw. unter die Lupe nehmen werden.

Schülerreporter Jannik Schatz, MLG Eisleben

Singen, lernen, wachsen – ein Besuch im Landesgymnasium für Musik Wernigerode

Von N. Kiczinski am 01.05.2018 07:57:44+02:00
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„Gemeinsam singen, gemeinsam lernen, gemeinsam wachsen“ – so wirbt ein Flyer des Landesgymnasiums für Musik Wernigerode um neue Schüler und macht neugierig. Zum Tag der offenen Tür am 29. Januar 2018 konnte man sich davon ein genaues Bild machen. In freundlicher Atmosphäre gaben Schüler und Lehrer des Gymnasiums Auskunft über das Lernen und Zusammenleben und zeigten den Besuchern sehr offen und ausführlich die Gebäude der Schule und des Internats. Im Vordergrund des über zwei Schul- und drei Internatsgebäude verfügenden Gymnasiums steht natürlich die Musik. Dabei bildet die vokale Ausbildung der Schüler den Schwerpunkt, praktiziert im Chorgesang. Neben dem Fach Stimmbildung, in dem die Schüler die Wege der Beherrschung und Pflege der eigenen Stimme kennen und nutzen lernen, ist auch Klavierunterricht für Schüler ab dem 7. Schuljahrgang verpflichtendes und kostenfreies Unterrichtsfach.

Chorarbeit bestimmt fast täglich den Stundenplan der Schule, auch an den Nachmittagen. Je nach Jahrgang gibt es den Kinderchor (Jahrgang 5, 6), den Mädchenchor (Jahrgang 7, 8) und ab Klasse 9 den gemischten Rundfunk-Jugendchor Wernigerode. Auch an den Wochenenden gibt es gelegentlich Proben sowie dreimal im Jahr ein Chorpraktikum, für welches sogar die erste Sommerferienwoche genutzt wird. Ihr Können zeigen die Chormitglieder bei zahlreichen Konzerten in der Region, bundesweit und sogar im Ausland. Man kann erahnen, dass der zeitliche Aufwand durch die musikalische Spezialausbildung enorm ist. Deshalb wird der Umfang der Hausaufgaben in allen anderen Fächern, die die Schüler genau wie an jedem anderen Regelgymnasium haben, auf die außerunterrichtlichen Aktivitäten der Klassen abgestimmt.

Interessiert man sich für eine Aufnahme am Musikgymnasium Wernigerode, wird man nach dem schriftlichen Antrag zu einer Eignungsprüfung eingeladen. Talent und Freude am Gesang, Wissen in der Notenlehre, Instrumentalkenntnisse sowie ein guter Notendurchschnitt, vor allem in Musik, sind Voraussetzungen, diesen Test erfolgreich zu absolvieren. Der Einstieg kann in allen Jahrgangsstufen (spätestens im 10. Schuljahrgang) erfolgen. Die Entscheidung für das Musikgymnasium ist eine sehr bedeutende, nicht nur für den Schüler, sondern auch für die ganze Familie. Immerhin heißt es dann: Sonntag Koffer packen, Anreise nach Wernigerode und Internatsleben bis Freitag. Der 13jährige Schüler Hannes, beim Internatsrundgang dazu befragt, sagte: „Am Anfang war es etwas schwer, auf einmal nicht mehr bei der Familie zu sein. Aber da es hier schön ist, die Woche schnell vergeht und ich dadurch sehr selbstständig geworden bin, empfinde ich es jetzt als sehr toll, hier zu sein.“

Luca Schorkopf, MLG Eisleben