Aufräumarbeiten nach „Frederike“ laufen noch immer

Büßecker klärt über Ablauf und Probleme der Schadensbeseitigung nach Sturmtief „Frederike“ auf

Am 18. Januar 2018 erreichte Sturmtief „Frederike“ auch MansfeldSüdharz. Auf seiner Spur der Verwüstung richtete der bis zu 150 km/h schnelle Sturm in ganz Deutschland schwere Schäden an. In den vergangenen drei Monaten bemühten sich die Handwerker die verursachten Schäden zu beseitigen. So auch das Team vom Bau- und Reparaturservice Reyk Büßecker aus Polleben. Doch selbst nach einem viertel Jahr ist noch kein Ende in Sicht. Die zahlreichen Schäden sind unterschiedlichster Art und gehen von umgerissenen Zäunen bis zu abgedeckten Dächern. „Einen ganzen Dachstuhl hat es sogar weggerissen“, so Reyk Büßecker. Für die verzögerten Reparaturarbeiten sind mehrere Faktoren verantwortlich. Zum einen kam es zu einem regelrechten Ansturm auf Baumaterialien, wodurch die Lieferzeiten sich verlängerten. Auch Gerüste und Handwerker sind schwer aufzutreiben. Zum anderen sind für einige Baumaßnahmen bestimmte  Wetterbedingungen notwendig. Bei Frost könne man beispielsweise keine Flachdächer erneuern oder ausbessern, erläutert Reyk Büßecker. Außerdem kommen zu manchen der ohnehin schon sehr zahlreichen Aufträge noch Probleme mit den Versicherungsgesellschaften. Für eben solche Fälle ist es immer ratsam eine Wohngebäudeversicherung abzuschließen, was laut Reyk Büßecker auch auf die meisten vom Sturm Geschädigten zutreffe. Doch obwohl die Versicherungsgesellschaften nach solchen Naturereignissen sehr oft die Kosten übernehmen, kommt es auch hier zu Überlastungen und somit zu Verzögerungen.

Selbstverständlich gilt auch bei der Beseitigung von Sturmschäden „safety first“, sodass die weniger gefährlichen Schäden erst einmal auf ihre Behebung warten müssen. Alles andere als ungefährlich war zum Beispiel der, bei dem am 4. April 2018 aufgekommenen, kleineren, aber dennoch heftigen Sturm, entstandene Schaden am Marktplatz in Hettstedt. Hier hatten Dachziegel eines Gebäudes am Marktplatz mehrere parkende Autos stark beschädigt. Reyk Büßeckers Team und einige zusätzliche Handwerker sicherten hier die Gefahrenzone ab, rüsteten das betroffene Gebäude ein und behoben den Schaden. Statistiken zeigen, dass es im Vergleich zu vergangenen Jahren vermehrt zu solchen Unwettern kommt. Dennoch bleibt zu hoffen, dass es sich auch in Zukunft bei den Schäden nur um Sachschäden handelt.

Schülerreporter Maximilian Gängel, Klasse 8/1, Martin-Luther-Gymnasium Eisleben

1 Kommentar zu „Aufräumarbeiten nach „Frederike“ laufen noch immer“

  1. Lutz Würbach

    Ein gutes Thema und noch dazu bebildert. Prima. Leider verschwimmt im Text der Schwerpunkt ein bisschen. Geht es darum, dass die Schäden noch nicht komplett beseitigt sind? Oder geht es darum, dass die Handwerker fehlen. Ich denke, die Nachricht muss lauten: Weil die Handwerker überfordert sind, gibt es immer noch Unwetterschäden, die nicht behoben sind. Wenn das der Ausgangspunkt ist, bekommt Dein Text mehr Struktur.

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