Drogenkonsum auch an Schulen?

Wie die MZ berichtete, wurden an der Polizeihochschule Aschersleben mehrere Drogendelikte aufgedeckt. Daraus ergab sich für uns die Frage, wie es denn an weiterführenden Schulen mit Drogenkonsum aussieht.

Als erstes sollte man sich bewusst sein, dass Drogen in jeder Form negative Auswirkungen auf unseren Körper und unseren Verstand haben und entsprechend gefährlich sind. So äußerten sich zwei Schülerinnen einer 8. Klasse vom Gymnasium Stephaneum: „Wir nehmen keine Drogen, denn sie sind schädlich für den Körper, man hat keine Kontrolle mehr und es ist sinnlos.“ Auch die sechste Klasse scheint über dieses Thema schon gut informiert zu sein, denn auch diese Schüler lehnen Drogen ab: „Es ist ungesund und macht abhängig“, sagten sie uns.

„Legale Drogen, wie zum Beispiel Alkohol, als auch illegale Drogen, wie Crystal Meth sind gefährlich und können beide fast einen identischen Schaden verursachen“, erfahren wir von Marco Kopitz, dem Pressesprecher der Polizei. „Überall muss Nein gesagt werden. Und es sollte auch durchgesetzt werden. Auch ich selbst habe es probiert. Nur wichtig ist es, nicht zu übertreiben, den Umgang damit zu lernen und auf andere aufzupassen. Wenn an der Schule etwas ist, sollte man die Polizei rufen.“ Er sprach auch über den Entzug: „Eine Drogensucht ist sehr teuer und nicht alle haben das Geld. So kommt es oft zu Kriminalität. Auch ein Entzug dauert längere Zeit, bereitet Stress und garantiert nicht, ob es auch auf Dauer wirkt. Unter anderem sind Nebenwirkungen starkes Zittern und Nervosität.“

Eine junge Frau, die nicht namentlich genannt werden möchte, berichtet uns von ihren persönlichen Erfahrungen: „Am Anfang ahnte ich noch nichts davon. Auch der erste Versuch war schrecklich, aber der Drang danach ist zu stark. Ich fing wegen vermehrtem Stress und Problemen damit an, und nun ist es normal für mich geworden.“

Hilfesuchende Personen können sich an die verschiedenen Drogenberatungsstellen wenden, zum Beispiel an den “Weißen Ring” oder die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK). Besonders wichtig ist, dass man keine Angst haben muss und die Themen und Probleme offen ansprechen sollte. Sicher haben auch die Lehrer ein offenes Ohr, wenn sich ein Schüler im Vertrauen an sie wendet und um Hilfe und Unterstützung bittet.

Schülerreporterinnen Celina Schnabel und Justine Göldner (Klasse 8e, Gymnasium Stephaneum Aschersleben)

1 Kommentar zu „Drogenkonsum auch an Schulen?“

  1. Ein wichtiges Thema gut aufgeschrieben. Es gibt aber im Text ein paar Unschärfen, z.B. sagt der Polizeisprecher, dass er es selbst ausprobiert hat. Aber was? Das Nein-Sagen oder die Drogen?

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