Bewegung verbindet – Rollstuhlsport macht Schule

Am Montag, den 26. Februar 2018, hatten meine Klasse und ich das große Glück, Teil des Projektes „Bewegung verbindet – Rollstuhlsport macht Schule“ sein zu dürfen.

Unsere Schule, das Gymnasium Philanthropinium, wurde bereits zum sechsten Mal von dem Rollstuhl-Team des Bergmanstrost Klinikums besucht. Dieses wurde 1894 in Halle (Saale) als Genesungshaus für Bergleute gegründet. Heutzutage ist es ein zertifiziertes, überregionales Traumazentrum, das sich auf die Bereiche Unfall- Schwerstbrand- und Wirbelsäulenverletzungen spezialisiert hat.

Es war ein Team von 4 Leuten, die uns sehr freundlich und aufgeschlossen begegnet sind. Sie haben uns viele Alltagshindernisse im Leben eines Rollstuhlfahrers, aber auch die lustigen und spaßigen Seiten in Form von Rollstuhlsport, näher gebracht. Zunächst wurde unsere Klasse in zwei Gruppen eingeteilt. Meine Gruppe beschäftigte sich als erstes mit dem Rollstuhlsport. Hier bekamen wir eine kleine Einweisung zum Bau und Umgang mit einem solchen Gerät. Nachdem wir uns mit ein paar kleinen Spielen im Rollstuhl aufgewärmt und an diesen gewöhnt hatten, spielten wir in zwei Mannschaften gegeneinander Basketball. Als zweites beschäftigte sich meine Gruppe mit den Hürden im Alltag eines Rollstuhlfahrers. Dort erzählt uns Volker, der Teil des vierköpfigen Teams war, dass er sehr viele Hindernisse, wie zum Beispiel das Überwinden von Erhöhungen, Treppen und Schrägen gibt. Aber auch verschiedene Untergründe, wie Sand und im Winter Schnee können beschwerlich sein. Um uns in solche Situationen besser hinein versetzen zu können, fuhren wir mit dem Rollstuhl eine Schräge runter und natürlich auch wieder hoch, mussten einen Slalom vorwärts und rückwärts bewältigen und eine Matte, die eine Erhöhung darstellte, überwinden. Dadurch konnte man sich viel besser vorstellen, was diese Menschen täglich durchmachen und bewältigen müssen. Das verdient meinen größten Respekt.

Zum Abschluss durften wir Matthias, der seit 20 Jahren durch einen Tumor am Rückenmark querschnittsgelähmt und somit an den Rollstuhl gebunden ist, Fragen stellen. Seine Antwort auf die Frage, was er sich wünschen würde, wenn eine Fee kommt und er einen Wunsch frei hat, hat mich sehr berührt. Dieser antwortete nämlich, dass er sich nicht mehr wünschen würde wieder laufen zu können, da er sich mit seinem Schicksal abgefunden hat und doch ganz glücklich ist.

Ich fand das Projekt war sehr aufschlussreich und interessant. Es hat mir wirklich viel Spaß gemacht, aber auch gezeigt, dass jeder es schätzen sollte, das Glück zu haben, laufen zu können.

1 Kommentar zu „Bewegung verbindet – Rollstuhlsport macht Schule“

  1. Das ist ein guter Text. Wenn Du Dich beim Schreiben nicht so strikt an die Chronologie der Veanstaltung gehalten hättest, wäre der Text noch lesenswerter geworden. Du musst nämlich nicht zwingend alles erwähren, was an dem Tag passiert ist. Das Auswählen der interessantesten Aspekte ist die große Kunst des Schreibens.

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