Monthly Archives: März 2018

Ministerpräsident zu Gast

Von Lutz Würbach am 21.03.2018 10:14:04+02:00
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Gelöchert wie ein Schweizer Käse

Ministerpräsident Reiner Haseloff zu Gast in einer Fragestunde der Klasse 8c des Luther-Melanchthon-Gymnasiums Wittenberg

Die Fragen waren kurz und die Antworten lang. Am Freitag, dem 16.3.2018, war der Ministerpräsident Sachsen-Anhalts,  Reiner Haseloff, trotz vollen Terminkalenders der Einladung der Klasse 8c der Hundertwasserschule in Wittenberg gefolgt und wurde von den Schülern mit Fragen überhäuft. Diese hatten sich gut vorbereitet und schon Wochen vorher ihren Fragenkatalog bei der Pressestelle des Ministers eingereicht.

Und nun konnten sie die Fragen Haseloff persönlich stellen. So wollten sie zunächst ganz persönliche Dinge wissen, zum Beispiel ob er ein guter Schüler war. Er sagte, dass es darauf ankomme, wie man das meine. Sein Abitur habe er mit 1,0 bestanden, allerdings habe er auch an einem heißen Sommertag einmal einen Zettel an die Tafel geheftet, auf welchem stand: Wir streiken. Hitzefrei wollte er haben, doch sei diese Aktion in einer Schule der DDR nicht so gut angekommen. Und auch bei der Frage, ob er schon immer Politiker werden wollte, kam diese Zeit erneut zur Sprache, denn der Ministerpräsident antwortete: „In der DDR definitiv nicht.“ Zu seiner Arbeit als Chef Sachsen-Anhalts wollten die Schüler ebenfalls vieles wissen: Wie lang ist ihr Arbeitstag? Schaffen Sie es, in Ihrer Freizeit noch Bücher zu lesen? und Können Sie am Abend entspannt einschlafen oder schwirren Ihnen noch lange Probleme und Fragen zur Landespolitik durch den Kopf? Da er bereits 6.30 Uhr aufstehe und am Abend erst zwischen 21 und 22 Uhr nach Hause komme, habe er mit dem Einschlafen keine Probleme, sagte er: „Wenn ich im Bett liege, bin ich nach drei Minuten weg.“

Dann kamen aktuell-politische Themen zur Sprache. Bei dem Hinweis auf die oft sehr langen Busfahrtzeiten einiger Schüler verwies er auf die Verantwortlichkeit des Landkreises, aber die Verbesserung der Digitalisierung der Schulen sei in Vorbereitung. Doch auch zu seiner Meinung nach dem Ausstieg aus der Energiegewinnung aus Braunkohle und Atomkraft wurde Haseloff befragt und dazu, was er in seiner Amtszeit in Sachsen-Anhalt noch verändern möchte. Auf Letzteres antwortete er: „Ich möchte erreichen, dass es in Sachsen-Anhalt weniger Arbeitslose gibt.“ Er sagte außerdem, dass es ein großer persönlicher Wunsch sei, dass die 1938 zerstörte Synagoge in Dessau wieder aufgebaut wird, die Moses Mendelsohn besuchte. Dieser sei das Vorbild für Lessings „Nathan, der Weise“ gewesen, der für Toleranz stehe. Und dies sei auch ihm, dem Ministerpräsidenten, sehr wichtig.

Zum Schluss äußerte Reiner Haseloff die Hoffnung, dass viele Schüler den Beruf des Lehrers ergreifen werden, denn solche wird das Land bald brauchen.

Schnell waren die 90 Minuten Fragezeit um, viel Interessantes hatten die Schüler erfahren und am Ende musste sich der Ministerpräsident sogar eher kurz fassen. Einfach, aber einprägsam gab er den Schülern mit auf den Weg: „Das Leben kann völlig anders verlaufen, als man sich das vorstellt.“ Und erinnerte damit daran, dass auch er, als er sich für den Beruf des Physikers entschieden hatte, nicht dachte, dass er einmal in die Politik gehen würde.

Bevor er zum nächsten Termin weiter eilte, gab es als Dankeschön ein paar Blumen, welche er mit den Worten entgegennahm: „Da wird sich meine Frau aber freuen.“

Emma Natho, Lana Herzka und Erik Michl

 

Ministerpräsident Reiner Haseloff diskutiert mit den Schülern in Wittenberg.     Foto: Ute Pannicke

Klasse 8c aus Bitterfeld

Von Lutz Würbach am 16.03.2018 13:25:10+02:00
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Helene-Lange-Schule Bitterfeld, Klasse 8c

Herzlichst grüßt die Klasse 8c alle am Projekt beteiligten Klassen. Mit Begeisterung sind wir vom Projekt gefangen, jeden Tag erwarten wir die Informationen der Mitteldeutschen Zeitung, die uns Diskussionsgrundlage und Schreibanlass bieten.

Wir sind 28 Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule „Helene Lange“ in Bitterfeld, die auch gerne im folgenden Schuljahr am Projekt teilnehmen wollen, um die Kenntnisse zu vertiefen.Unsere Fotos möchten wir unter dem Motto:  „Die ` Mitteldeutsche Zeitung`  begleitet uns im und durch den Alltag“ in den Wettbewerb um die Pizzen einbringen.

Klasse 8c aus Wittenberg

Von Lutz Würbach am 16.03.2018 13:10:08+02:00
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Unsere Klasse 8c

Wir sind die Klasse 8c vom Luther-Melanchton-Gymnasium aus Wittenberg. Hier bei uns lernen 22 Schüler und Schülerinnen mit unterschiedlichen Hobbys, verschiedenen Interessen, Stärken und Schwächen. Genau das macht uns aus, unsere Vielfältigkeit.

Es gibt die Sportlichen, die Kreativen und die Musikalischen unter uns. Wenn es darauf ankommt, sind wir alle engagiert und ziehen an einem Strang.

Positiv formuliert, sind wir sehr kommunikativ und stecken voller Lebensfreude, aber manchmal auch ein wenig anstrengend.

Leonie Teichmann

Foto: Birgit Alcnauer

Das lesende Klassenzimmer

Von Klasse 8b am 12.03.2018 09:48:45+02:00
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Was macht unsere Klasse 8b vom Lucas-Cranach-Gymnasium in Wittenberg so besonders? Eindeutig – Wir lesen nicht nur, wir leben Zeitung!

Bewegung verbindet – Rollstuhlsport macht Schule

Von Enie.Pflug am 07.03.2018 17:54:15+02:00
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Am Montag, den 26. Februar 2018, hatten meine Klasse und ich das große Glück, Teil des Projektes „Bewegung verbindet – Rollstuhlsport macht Schule“ sein zu dürfen.

Unsere Schule, das Gymnasium Philanthropinium, wurde bereits zum sechsten Mal von dem Rollstuhl-Team des Bergmanstrost Klinikums besucht. Dieses wurde 1894 in Halle (Saale) als Genesungshaus für Bergleute gegründet. Heutzutage ist es ein zertifiziertes, überregionales Traumazentrum, das sich auf die Bereiche Unfall- Schwerstbrand- und Wirbelsäulenverletzungen spezialisiert hat.

Es war ein Team von 4 Leuten, die uns sehr freundlich und aufgeschlossen begegnet sind. Sie haben uns viele Alltagshindernisse im Leben eines Rollstuhlfahrers, aber auch die lustigen und spaßigen Seiten in Form von Rollstuhlsport, näher gebracht. Zunächst wurde unsere Klasse in zwei Gruppen eingeteilt. Meine Gruppe beschäftigte sich als erstes mit dem Rollstuhlsport. Hier bekamen wir eine kleine Einweisung zum Bau und Umgang mit einem solchen Gerät. Nachdem wir uns mit ein paar kleinen Spielen im Rollstuhl aufgewärmt und an diesen gewöhnt hatten, spielten wir in zwei Mannschaften gegeneinander Basketball. Als zweites beschäftigte sich meine Gruppe mit den Hürden im Alltag eines Rollstuhlfahrers. Dort erzählt uns Volker, der Teil des vierköpfigen Teams war, dass er sehr viele Hindernisse, wie zum Beispiel das Überwinden von Erhöhungen, Treppen und Schrägen gibt. Aber auch verschiedene Untergründe, wie Sand und im Winter Schnee können beschwerlich sein. Um uns in solche Situationen besser hinein versetzen zu können, fuhren wir mit dem Rollstuhl eine Schräge runter und natürlich auch wieder hoch, mussten einen Slalom vorwärts und rückwärts bewältigen und eine Matte, die eine Erhöhung darstellte, überwinden. Dadurch konnte man sich viel besser vorstellen, was diese Menschen täglich durchmachen und bewältigen müssen. Das verdient meinen größten Respekt.

Zum Abschluss durften wir Matthias, der seit 20 Jahren durch einen Tumor am Rückenmark querschnittsgelähmt und somit an den Rollstuhl gebunden ist, Fragen stellen. Seine Antwort auf die Frage, was er sich wünschen würde, wenn eine Fee kommt und er einen Wunsch frei hat, hat mich sehr berührt. Dieser antwortete nämlich, dass er sich nicht mehr wünschen würde wieder laufen zu können, da er sich mit seinem Schicksal abgefunden hat und doch ganz glücklich ist.

Ich fand das Projekt war sehr aufschlussreich und interessant. Es hat mir wirklich viel Spaß gemacht, aber auch gezeigt, dass jeder es schätzen sollte, das Glück zu haben, laufen zu können.

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