„Man vernachlässigt die reale Welt.“

„Wenn man den LÖSCH-Button drückt, heißt das nicht, dass es gelöscht ist.“, meinten Annika Marggraff und Johannes Kelle, Mitarbeiter der AOK. Die beiden haben unserer Klasse am 11. Januar bewusst gemacht, wie gefährlich Social Media doch sein kann. Allein in Deutschland gibt es 600.000 Jugendliche, die süchtig nach Social Media sind. Zu der Frage, ob wir süchtig sind, haben wir einen Test gemacht, in dem wir Fragen über uns beantworten sollten, wie z.B.: „Wie häufig kommt es vor, dass Sie länger als beabsichtigt online waren?“. Dann mussten wir Punkte von 1 bis 5 geben. Am Ende wurden sie zusammen gezählt und zum Glück war keiner in unserer Klasse süchtig. Um sich zu „entsuchten“, braucht man Hilfe, die von außen das Suchtverhalten „durchbrechen“ kann. Denn, so Johannes Kelle, man vernachlässige die reale Welt. Um das zu verhindern, schlagen uns die beiden z.B. vor, ein Nutzungstagebuch zu führen, in dem wir unsere Zeit am Handy dokumentieren und versuchen, sie zu komprimieren. Eine Studie der Forscher der University of Texas at Austin habe erwiesen, dass es sogar besser wäre, wenn man seine Geräte in einen anderen Raum legen würde. Das soll den „Anziehungsfaktor“ verringern.

Sie stellten uns noch Themen wie Urheberrecht und Cyber-Mobbing vor. Wenn wir Videos oder Fotos im Internet „liken“ oder teilen, in denen jemand verletzt oder gemobbt wird, unterstützen wir unbewusst den Täter. Wie Herr Kelle sagte: „Wir leben in einer Gesellschaft, in der Anerkennung wichtig ist.“ Und genau das geben wir dem Täter, wenn wir so etwas „liken“ oder teilen: Anerkennung.

Der Vortrag der AOK hat uns die Augen geöffnet und viele von uns bewegen sich jetzt bewusster im Netz.

 

Goethegymnasium Weißenfels, Klasse 8a, Charlotte Habermann

1 Kommentar zu „„Man vernachlässigt die reale Welt.““

  1. Ein zweiter Text aus der Klasse 8a zum gleichen Thema: Charlotte hat sich auf wenige Aspekte des Themas konzentriert und diese aber gründlicher erläutert. Das ist richtig gut aufgeschrieben. Da habe ich nichts zu meckern.

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