Der Alltag eines Querschnittsgelähmten

Halle/8a – Diese Schicksale können jeden treffen! Egal ob Arbeitsunfall, eine Entzündung oder Tumore am Rückenmark. Wie man diesen Menschen hilft, davon konnte sich die Klasse 8a der Kooperativen Gesamtschule „Ulrich von Hutten“ selbst ein Bild machen. Sie durften Eindrücke von der Rückenmarksverletzungsstation und den Patienten sammeln. Marc-Michael Baasch, der Oberarzt der Station, Physiotherapeut Michael Schleiff und Schwester Kerstin Riesner haben den Schülern ihre Arbeitsplätze gezeigt und sie näher erklärt.

Zur frühen Visite werden die Patienten geweckt und werden zum Frühstückstisch gebracht. Am Gemeinschaftstisch können sich die Patienten untereinander austauschen. Über den Tag verteilt sind drei Physiotherapeuten pro Station für die Querschnittsgelähmten da. Davon hat jeder 8-9 Patienten am Tag. Täglich wartet die Physiotherapie und Krankengymnastik am Gerät. Selbst einfache Handgriffe müssen neu gelernt werden, z. B. einen Löffel halten oder sich im Alltag zurechtzufinden. Je nach Verletzung werden Beine und Füße der Patienten gedehnt. So eine Behandlung dauert zwischen 30 und 60 Minuten. Mit modernen Hilfsmitteln wie dem Space-Curl oder einem Ekso-Skelett wird das senkrechte Stehen und Laufen wieder geschult. Diese Hilfsmittel sind sehr teuer, ein Ekso-Skelett kostet ca. 100.000 Euro.

Als berufsgenossenschaftliche Klinik unterscheidet sich das Bergmannstrost von anderen Kliniken. Hier werden in erster Linie Menschen nach Arbeitsunfällen versorgt. Ziel ist die vollständige Rückkehr des Unfallpatienten in Alltag und Beruf. Dafür gibt es auch professionelle Rehabilitation, jeden Tag die Hoffnung auf einen Fortschritt, jeden Tag der Kampf mit dem eigenen Körper und dabei niemals aufgeben. Es ist oft nicht einfach für Patienten der Station. Jeder Einzelne trägt hier sein persönliches Schicksal. Auch mentale Unterstützung ist sehr wichtig, dafür sorgen die Mitarbeiter und die Familien der Patienten.

Nach der Therapie können sie sich ausruhen und sich mit den anderen Patienten austauschen.

Während sie sich entspannen müssen die Schwestern darauf achten, dass sich die Patienten nicht wund liegen und sie alle 30 – 60 Minuten drehen. Damit keine Langeweile aufkommt, gibt es für die Patienten kleine Touch-Fernseher in jedem Zimmer. Auf der Station sind die Gänge und Türen allgemein viel breiter, damit die Rollstühle auch durchpassen.

Denn sie haben denselben Wunsch, den Rollstuhl irgendwann zu verlassen!

Autoren:

Niklas Krahberg, Carl Luis Gehrhardt, Samira Folter, Maximilian Prömmel aus der Klasse 8a der KGS „Ulrich vn Hutten“

2 Kommentare zu „Der Alltag eines Querschnittsgelähmten“

  1. Liebe Autoren, Ihr habt durchaus eine flotte Schreibe an den Tag gelegt. Respekt. Und fleißig Fakten in der Klinik zusammengetragen. Sehr gut. Zwei Hinweise habe ich dennoch: Ihr habt zu viele Fakten angerissen und nicht richtig auserzählt. Das liegt daran, dass Ihr aus der Fülle der Informationen kein Thema ausgewählt habt. Was passiert während der Physiotherapie – das währe ein mögliches Thema gewesen. Das, richtig gründlich beschroeben, hätte einen Text getragen. Also: Manchmal ist weniger mehr. Oder: Mehr Mut zum Weglasen.
    Und der Schluss Eures Textes ist unfreiwillig komisch: „Auf der Station sind die Gänge und Türen allgemein viel breiter, damit die Rollstühle auch durchpassen. Denn sie haben denselben Wunsch, den Rollstuhl irgendwann zu verlassen!“ Wer will den Rollstuhl verlassen? Die Gänge und Türen?

    1. Hallo Herr Würbach,
      wir als Klasse haben uns sehr gefreut, dass Sie sich unsere Texte durchgelesen und auch kommentiert haben. Uns ist dabei aber eine Sache aufgefallen: egal welcher Text es war, keine Gruppe hat sich wirklich durchsetzen können nur das Nötigste mit hereinzunehmen, aber dank Ihrer Tipps können wir es ja das nächste Mal besser machen.
      ( Uns als Klasse hat das Informationen sammeln und schreiben auf jeden Fall Spaß gemacht)

      -Klassensprecherin 8a

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