DAS TREFFEN EINES QUERSCHNITTSGELÄHMTEN

Ein kleiner Sturz kann Großes bewirken.

Können Sie sich vorstellen auf einmal ihr ganzes Leben im Rollstuhl zu verbringen ? Diese Erfahrung machte Dietbert Vogt leider auch. In einem Interview gab er preis bei einem Arbeitsunfall schwer gestürzt zu sein. Dabei brach er sich einen Lendenwirbel und ist seitdem unterhalb des Bauchnabels gelähmt.

Die Querschnittsgelähmten kommen jedes Jahr zur Nachbehandlung und Physiotherapie ins Krankenhaus. Doch wie entsteht eigentlich eine Lähmung? Der Druck auf das Rückenmark führt zur Schädigung der Nerven. Eine Querschnittslähmung ist nicht heilbar, deshalb brauchen die Patienten verschiedene Hilfsmittel. Ein Beispiel dafür ist das Ekso-Skelett. Es ermöglicht aufrechtes Gehen. Die Kosten betragen ca. 100.000 Euro. Ein weiteres Hilfsmittel ist das Space-Curl. Es ist für das Training der Muskulatur und der Wirbelsäule zuständig. Es ist mit ca. 12.000 Euro relativ preiswert.

Haben Sie sich schon einmal Gedanken gemacht, wer die Kosten Ihres Krankenhausaufenthaltes bezahlt ? Die Antwort ist einfach – Ihre Versicherung. Ein Beispiel dafür ist die AOK Sachsen-Anhalt, sie bezahlt jährlich 1.15 Milliarden Euro für die Krankenhausversorgung. Dies wird durch die Einzahlungen der Versicherten finanziert, diese betragen 2.6 Milliarden Euro.

Am 03. November 2017 führten der Oberarzt Marc Michael Baasch, der Physiotherapeut Michael Schleiff, die Krankenschwester Kerstin Riesner, der Pressesprecher des Krankenhauses Christian Malordy, die Redakteurin der Mitteldeutschen Zeitung Silvia Zöller und der Pressesprecher der AOK Michael Schwarze und unsere Klasse eine Stunde lang im BG Klinikum Bergmannstrost Halle herum. Sie begleiteten uns auf der Station und beantworteten unsere zahlreichen Fragen über das Krankenhaus und über das Querschnittzentrum. Am interessantesten war für uns die Besichtigung der Küche und der Räume zum Neulernen der einzelnen Tätigkeiten auf der Station. Beeindruckend fanden wir es, dass in der Küche alles angepasst werden kann für die Rollstuhlfahrer.

Begegnet sind wir auch einem jungen Mann, der neu lernen musste Schrauben in das Holz mit dem Schraubenzieher zu schrauben. Dabei fiel ihm oft der Schraubenzieher herunter, aber er hob ihn immer wieder auf, das ist sehr bewundernswert.

Einen großen Dank an alle beteiligten Mitarbeiter des Krankenhauses, Dietbert Vogt und den Pressesprecher der AOK Michael Schwarze, ohne ihn wäre der Besuch im „BG Klinikum Bergmannstrost Halle“ nicht möglich gewesen.

Von Hannes Duwensee, Jonas Krahberg, Leonie Winkelmann, Sarah Oehlschlägel aus Halle

1 Kommentar zu „DAS TREFFEN EINES QUERSCHNITTSGELÄHMTEN“

  1. Die Aufzählung aller Beteiligten bei diesem Termin ist gut gemeint, aber langweilig. Warum muss ich wissen, dass der Pressesprecher erschienen ist? Schade. Zumal ich den Eindruck habe, dass den Text jemand mit einer flotten Schreibe verfasst hat. Mein Vorschlag: Beim nächsten Mal keine Aufzählung von Anwesenden, dafür ein paar Sätze mehr über den Mann, der sich mit dem Schraubenzieher gequält hat. Das interessiert Leser mehr.

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