Ein anderer Weg durchs Leben

Bergmannstrost: Schüler im Krankenhaus statt in der Schule?

So gut wie alles, was man vorher gemacht hat, scheint nicht mehr möglich zu sein. Können Sie sich das vorstellen? Das scheint zuerst die Wahrheit für Querschnittsgelähmte zu sein. Doch dank moderner Technologie, Fürsorge und einem großem Selbstbewusstseinkann man wieder in Bewegung kommen.Möglichkeiten der Therapie wären zum Beispiel das Ekso-Skelett.

Das Ekso-Skelett ist eine Orthese, die vom Becken bis zum Fuß reicht. Es benötigt viele Voreinstellungen, wie Fußlänge, Schrittweite, Beinlänge etc. Das Gestell wird unterstützt durch einen Motor und einem Computer. Man bewegt sich durch die Verlagerung des Körpergewichtes auf den Fußdruckplatten. Der Physiotherapeut Michael Schleiff teilte mit, dass dieses Gerät rund 100.000 Euro kosten solle. Der Oberarzt Marc-Michael Baasch erzählte, dass die Patienten jeden Tag ca. eine Stunde mit dem Ekso-Skelett trainieren sollen.

Das Space-Curl ist eine weitere Therapiemöglichkeit, aber nur für Menschen, die noch Restfunktionen in den Beinen haben. Michael Schleiff sagte: „Das Gerät dreht sich in allen drei Achsen um 360°.“

Die Patienten werden mit den Beinen angegurtet und müssen sich an den oberen Griffen festhalten.

Außerdem erzählte der Physiotherapeut, dass man mit dem Space-Curl die Muskulatur trainieren kann. Die Kosten liegen bei diesem Trainingsgerät bei 10.000 bis 12.000 Euro. Um den Einstieg für die Patienten zu erleichtern, benutzt man eine Rollstuhlrampe.

Für die zukünftige Alltagsbewältigung wird man schon im Krankenhaus vorbereitet, wie zum Beispiel eine Übungsküche, ein Übungsbad, eine sogenannte Sporttherapie oder eine Übungswerkstatt, außerdem kann man den Führerschein erneuern. Dafür steht im Krankenhaus extra ein umgebautes Auto.

Bei dem ganzen Text haben Sie sich vielleicht gefragt, wie man überhaupt querschnittsgelähmt wird. Am häufigsten passiert dies bei Unfällen, egal ob Arbeit oder Verkehr oder im Alltag. Tumore oder Entzündungen können auch Ursache für eine Querschnittslähmung sein. Deshalb kann es jeden treffen. Sogar ein neunjähriges Kind musste im Bergmannstrost aufgenommen werden.

Die Klasse 8a der Gesamtschule „Ulrich von Hutten“ konnte am 03. November 2017 dank dem MZ-Projekt „Klasse 2.0“ und der AOK Sachsen-Anhalt das Bergmannstrost-Klinikum in Halle/Saale besuchen. Dort durften sie das Querschnittzentrum besichtigen und einigen Patienten und Ärzten Fragen stellen. Es war eine gelungene Abwechslung zum Unterricht und die Gesamtschüler würden es weiterempfehlen.

Autoren: Alida Nadine Schütze, Jennifer Körlin, Jasmina Böttge, Leon Andre Vieweg

1 Kommentar zu „Ein anderer Weg durchs Leben“

  1. Ihr habt bei Eurem Besuch im Bergmannstrost fleißig Fakten gesammelt und offenbar viele Notizen gemacht. Und die Kosten für Therapiemittel haben Euch beeindruckt. Dagegen lässt sich nichts sagen. Mein Vorschlag wäre: Etwas weniger Einzelheiten aus der Klinik berichten, dafür die eine oder andere Therapie etwas gründlicher erklären.
    „Bei dem ganzen Text haben Sie sich vielleicht gefragt, wie man überhaupt querschnittsgelähmt wird.“ Diesen Satz könnt Ihr komplett streichen. Solche Mutmaßungen – was andee Leute wissen könten oder eben nicht – gehören in keinen journalistischen Text. Das ist auch nicht nötig. Es reicht der Hinweis, dass es im Grunde jeden treffen kann.
    Was nichts daran ändert, dass Ihr gute Arbeit geleistet habt. Ein Dankeschön für Euren Text!

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