Mobbing und Depressionen bei Jungendlichen

Mobbing verbreitet sich immer mehr in unseren Kreisen – in Schule und Freizeit. Ist das schon normal geworden?

Von Emily Scheiding und Kiara Dietrich

„Frust, Trauer, Angst und Wut. Was soll ich machen damit das alles aufhört? Macht mein Leben überhaupt noch Sinn?“ Wir haben schon oft mitbekommen, dass sich viele  Jugendliche, die Opfer von Mobbing sind, diese Gedanken machen und Fragen stellen. Manche von ihnen mussten damit eine ziemlich schlimme Erfahrung machen. Aber was ist das nun eigentlich? Viele definieren mit den missverstandenen Begriff „Mobbing“ schikanieren und lästern. Andere machen sich über Mobbing lustig und denken sich dabei nichts Schlimmes. Doch hinter Mobbing steckt viel mehr. Psychoterror, wiederholtes quälen, seelisches Verletzen und teilweise Gewaltdrohungen beziehungsweise auch Gewalttaten sind für Mobbingopfer schon normal geworden. Aber wie kommt es so weit? Oftmals durch schwerwiegenden Meinungsverschiedenheiten unter einander oder Gruppierungen in der Klasse oder am Arbeitsplatz. Es hat bei den meisten Mobbingopfern nicht viel mit der Persönlichkeit oder den Verhalten zu tun. In einigen Fällen ist es zum Beispiel nur aus Schikane, weil sich das Opfer nicht in der Lage fühlt, sich gegen den Mobber zu wehren. Mobber suchen meistens Schwachstellen ihrer Opfer wie zum Beispiel das Aussehen oder familiäre Probleme, obwohl sie nur grobe Bestandteile über deren Leben wissen. Sie erfreuen sich am Leiden der Opfer und nehmen keine Rücksicht auf deren Gefühle. Als wir Lisa, ein ehemaliges Opfer darüber befragten wie es ihr in der Zeit des Mobbings erging, fiel es ihr sehr schwer über die Zeit zureden. „Es war eine Zeit der Demütigung und der Trauer.“ Und weiter sagte Lisa: „ Aber dadurch, dass ich eine Freundin hatte die immer zu mir stand fiel mir diese sehr schlimme Zeit um einiges leichter.“ „Wie sind deine Eltern eigentlich damit umgegangen?“ „Am Anfang hab ich es lange verheimlicht, ich dachte das alles schlimmer wird und ich noch mehr Probleme bekomme. Und meine Freundin konnte mir auch nicht wirklich weiterhelfen. Vor allem als sie weggezogen ist viel mir die ganze Sache noch schwerer, weil ich dachte, dass ich allein mit meinen Problemen wäre. Letztendlich hatte ich doch noch den Mut es meinen Eltern zu sagen, die konnten mir aber auch nicht wirklich weiter helfen.“ „Damit das Mobben endgültig aufhört hast du die Schule gewechselt, kommst du jetzt besser zurecht?“ ,,Ja, auf jeden Fall. Ich komme gut in der neuen Klasse zurecht, hab neue Freunde gefunden und werde auch nicht mehr gemobbt.“ „Bei dir hat das Mobbern schon in der ersten Klasse angefangen. Denkst du, das wenn du älter wärst, dass du anders mit Mobbing umgegangen wärst?“ ,, Ja, ich glaube ich hätte es entweder ignoriert und die Schule gewechselt oder ich hätte mich gewehrt.“ „Nicht für jeden gibt es die Alternative die Schule zu wechseln. Gibt es noch andere Möglichkeiten sich zu wehren?“ „Wichtig ist es, dass man sich traut, mit anderen Leuten oder mit den Peinigern darüber zu sprechen. Gerade in der Schule ist es möglich, mit einem vertrauensvollen Lehrer darüber zu reden, um gemeinsam eine Lösung zu finden. Der Schulwechsel ist oft der letzte Ausweg. Wenn man keine Vertrauensperson findet oder sich gar nicht erst bemüht, kommt es in vielen Fällen zu Depressionen.“ Eine Depression ist nichts schönes, das dürfte jedem bewusst sein. Aber was ist es genau? Es ist eine psychische Erkrankung, bei der sich die Opfer freudlos und niedergeschlagen fühlen. Leider ist es die häufigste Krankheit, bei der es viele nicht schaffen sie zu überwinden. Bei jedem läuft eine Depression anders ab, manche spüren sie körperlich und andere psychisch. Auch hier ist es wieder wichtig sich professionelle Hilfe zu holen und sich nicht dafür zu schämen. Und jetzt ist es uns wichtig, darauf aufmerksam zu machen:

Wenn Sie sehen, dass jemand gemobbt wird, bitte greifen Sie ein, denn wie Sie jetzt wissen, hat Mobbing schwerwiegende Folgen.

 

 

 

Quellen: http://www.onmeda.de/krankheiten/depression.html

*Lisa ( Änderung des Namens )

 

1 Kommentar zu „Mobbing und Depressionen bei Jungendlichen“

  1. Liebe Emily, liebe Kiara,
    das ist ein sehr eindrucksvoller Text. Dafür ein großes Dankeschön. Zwei Hinweise: Erstens – etliche Kommafehler! Zweitens: Den letzten Satz hätte ich weggelassen. Solche Aufforderungen sind nicht nötig, wenn ein Text so überzeugend Argumente zum Handeln liefert, wie Eurer.

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