Unser Tag im Städtischen Klinikum

Wir sind die Klasse 8 der Friedensschule in Ziebigk. Am 25.04. 2017 hatten wir einen Projekttag im Rahmen des MZ- Projekts „Klasse 2.0“ im Städtischen Klinikum Dessau. Wir bekamen hier die Möglichkeit, uns einmal das Institut für Klinische Chemie und Laboratoriumsdiagnostik  anzuschauen, einen Bereich, den sonst niemand zu sehen bekommt.

Als wir dort ankamen, wurden wir von  Frau Prof. Dr. Westphal (Leiterin des Instituts), Frau Hachmeister (Leiterin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit) und Herrn Kitzing (Pressesprecher der AOK) empfangen. Als Erstes sollten wir uns alle einen grünen Kittel über unsere Sachen ziehen. Anschließend wurden wir in drei Gruppen eingeteilt und an verschiedene Mitarbeiter des Instituts weitergeleitet. Die erste Gruppe blieb bei Frau Prof. Dr. Westphal und hörte sich einen sehr interessanten Vortrag über die Anfänge und Hauptgegenstände der heutigen Labormedizin an. Beispielsweise lernten wir, dass Diabetes und Nierenkrankheiten sehr häufig sind und im Labor nachgewiesen werden können. Außerdem wurden wir mit den verschiedensten Körpersäften, wie z.B. Urin, vertraut gemacht.

Die zweite Gruppe wurde von Dr. Schywalski durch das Labor geführt und mit den verschiedenen Apparaten vertraut gemacht. In der Hämatologie hatten wir dann die Möglichkeit, uns zwei Blutproben unter einem Mikroskop anzuschauen. Wir konnten anhand von Bildern feststellen, welches Bild zu der gesehenen Blutprobe passt.

Die dritte Gruppe wurde von Frau Dr. Röser übernommen. Im Bereich der Mikrobiologie konnten wir uns Tiere wie Flöhe und Zecken unter dem Mikroskop anschauen. Des Weiteren lernten wir, wie man sich die Hände richtig desinfiziert. Dies ist besonders wichtig, da es multiresistente Keime gibt, die so gut wie gar nicht bekämpft werden können. Frau Dr. Röser erzählte uns auch von den verschiedenen Arten, Bakterien zu züchten. Diese werden mit Nährmedien (Agar) und mithilfe von Brutschränken gezüchtet. Es gibt verschiedene Arten von Nährmedien, zum Beispiel Blutagar, Schokoagar oder Multiagar. Jede Art von Nährmedieum hat eine eigene Funktion. Auf einem wachsen alle Keime und auf dem anderen nur eine bestimmte Keimgruppe. So kann man am besten herausfinden, was der Patient hat und was als Nächstes zu tun ist.

 

Am Ende unserer Tour versammelten wir uns in der Eingangshalle des Klinikums und verabschiedeten uns. Dann gingen wir zurück zur Schule und der normale Schulalltag ging langsam zu Ende. Diese Führung war nicht nur interessant und lehrreich, sondern auch abwechslungsreich. Unsere Klasse hat den Tag sehr genossen.

1 Kommentar zu „Unser Tag im Städtischen Klinikum“

  1. Lutz Würbach

    Liebe Klasse 8, der Text klingt so, als hätte Euch der Ausflug Spaß gemacht. Ich erfahre viele Dinge, auch solche, die ich gar nicht wissen will. Wer Euch empfangen hat, ist uninteressant, wo Ihr Euch zum Abschluss versammelt habt, auch. Statt dessen hätte ich mir hier und da ein paar Informationen mehr gewünscht. Zum Beispiel, wie man sich die Hände richtig desinfiziert – oder umgekehrt, was viele Menschen dabei falsch machen. Und: Frau Dr. Röser, Frau Prof. Westphal und all die anderen Leute haben – wie Ihr auch – einen Vornamen! Der ist zu nennen. Ich glaube, der Autor wollte beim Schreiben nichts vergessen und hat alles erwähnt, was passiert ist. Leider ist so ein Vollständigkeitsprinzip im Journalismus keine gute Entscheidung. Mein Vorschlag: Auf wenige Dinge konzentrieren und dafür richtig auserzählen.
    Aber: Der Text hat auch eine Menge Stärken. Er ist ganz offensichtlich gut recherchiert. Da hat sich jemand viel Mühe mit den Fakten gegeben. Respekt. Und auch die Schreibe ist flott.

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