Ein Tag im Blutspendeinstitut

Am Freitag, dem 28.4.2017, besuchte die Klasse 8b das Blutspendeninstitut in Dessau. Dies geschah im Rahmen des MZ-Projektes Klasse2.0, in welchem sich die ausführenden Klassen mit dem Aufbau und der verbundenen Arbeit einer Zeitung beschäftigen, in Zusammenarbeit mit der MZ und der AOK.

Statt Deutschunterricht fuhren wir mit der Straßenbahn zur Haltestelle Städtisches Klinikum. Am Blutspendeinstitut angekommen trafen wir Herrn Kitzing, Herrn Rensch und Dr. Schmidt. Aus praktischen Gründen wurde in 2 Gruppen geteilt und die Führung konnte beginnen. Meine Gruppe fing mit der Verarbeitung der Blutkonserven an. Doch bevor es losgehen konnte, mussten wir uns erst einmal einen weißen Plastikkittel, Überzieher für unsere Schuhe und ein Haarnetz überziehen. Dies taten wir in einer sogenannten Schleuse. Wer zu den Verarbeitungsräumen will, muss diese passieren. Im ersten Raum wurden die Blutkonserven überprüft. Wir erfuhren, dass über ein Laufband getestet wird, ob die Blutkonserven unter- oder überfüllt sind und ob der Spender spenden darf. Wenn das nicht der Fall ist, werden die Blutkonserven verbrannt und in die weiße Tonne geworfen.

Was ich besonders interessant fand, war, dass sie auch gefiltert werden können. So etwas geschieht in einer Zentrifuge. In dieser, so erklärte es uns Herr Rensch, wird die Erythrozytenkonzentration und das Blutplasma aufgetrennt. Blutplasma sowie Erythrozytenkonzentration sind Bestandteile des Blutes. Wenn etwas bei diesem Vorgang schiefgehen sollte, kann dies zum Glück korrigiert werden.

Was uns glaube ich alle ziemlich schockierte, war, dass nur 10% der deutschen Bevölkerung spenden geht, daher sind es zwar noch genügend Blutkonserven, aber an der Grenze zu zu wenig. Immer Sommer tritt der Fall „ zu wenig“ leider oft ein, da in dieser Zeit wenig gespendet wird.

Danach begannen wir mit der zweiten Runde unter der Leitung von Dr. Schmidt. Nun erfuhren wir den Ablauf des Spendens und durften diesen, dank eines plötzlichen Auftauchens eines Spenders, live erleben. Zuerst bekam dieser einen Fragebogen mit 29 Fragen, unter anderem Fragen nach der letzten Reise, dem Gesundheitszustand und Ereignissen in den letzten Monaten. Hierbei will man sichergehen, dass das Blut keine Krankheitserreger enthält und so dem Patienten nicht schadet. Nachdem der Mann seinen Fragebogen ausgefüllt hatte, durfte er zum Arzt, welcher sich den Fragebogen anschaute und ärztliche Untersuchungen vornahm. Wenn alles stimmt und so war es bei diesem Spender der Fall, kann er zur Spende. Zum Abschluss kann er danach zum kleinen, aber feinen Spenderimbiss.

Eine Blutspende dauert maximal 10-15 Minuten. Und welcher Mensch hat keine 15 Minuten um Leben zu retten?!

Hiermit möchten wir uns noch einmal von ganzem Herzen bei der AOK und dem Blutspendeinstitut bedanken. Dieser Nachmittag hat uns viel gezeigt und zu denken gegeben, er war außerdem sehr interessant und schön.

Lucy Schneider

1 Kommentar zu „Ein Tag im Blutspendeinstitut“

  1. Lutz Würbach

    Liebe Lucy, vielen Dank für Deinen Text. Im Gegensatz zu Luisa hast Du uns schon mal verraten, um welche Klasse es hier eigentlich geht. Nun müssen wir nur noch die Schule herausbekommen. Anders gesagt, diese Info fehlt auch bei Dir. Wenn ich Deinen und Luisas Text nebeneinander lege, fallen ein paar Dinge auf. Jede von Euch hat inhaltlich ein paar andere Fakten für wichtig erachtet und darüber geschrieben. Das ist völlig normal. Luisa ist das aber ein bisschen besser gelungen. Dein Anfang, liebe Lucy, macht nicht neugierig auf die Geschichte. Das ist Protokoll, das niemand braucht. Und wie weit Ihr mit der Straßenbahn gefahren seid, ist auch nicht wirklich spannend. Mein Tipp: Beim nächsten Mal solche Infos einfach weglassen und dafür auf die wirklich wichtigen Fakten stützen. Davon hast Du ja jede Menge zusammengetragen. Verkaufe sie besser.

Kommentar verfassen