Blut- das Elixier des Lebens – Besuch im Blutspendeinstitut Dessau

Das Heulen der Sirenen ist schon von Weitem zu hören. Schließlich trifft der Krankenwagen am Unfallort ein. Der Betroffene Patient wird umgehend ins Krankenhaus gebracht. Nur durch eine Notoperation gelingt es den Ärzten, seine schwerwiegenden Verletzungen rechtzeitig zu behandeln.
Bei solch einem Eingriff kann nur die Blutspende das Leben dieses Menschen retten. Doch woher kommt das Blut eigentlich?

Im Rahmen des Zeitungsprojektes Klasse 2.0 lud uns die AOK ein, einmal hinter die Kulissen der Blutspende zu blicken.

Mit einem freundlichen Empfang des Regionalsprechers der AOK ,Ralf Kitzing, und dem Abteilungsleiter des Instituts, Dr. Schmidt, startet unsere Führung durch das Blutspendeinstitut Dessau. Ein merkwürdiger Geruch lässt einen inmitten eines riesigen Raumes neugierig machen.
Nach einer Klassenteilung der 8b des Philanthropinums und einem aufwendigen Kleidungswechsel betreten wir voller Vorfreude das Herz des Institutes: „die Verarbeitungsstation“.
Hineingeschlüpft in große weiße Kittel, Hauben für die Haare und Plastikbeutel für die Schuhe wagen wir den ersten Schritt. Begleitet werden wir dabei von Herrn Rensch. Beim Betreten des ersten Raumes fallen uns sofort die Blutkonserven am Eingang auf. Her Rensch fängt spannend an zu berichten: „Im Labor wird das Blut zunächst untersucht und eine Blutgruppenbestimmung vorgenommen“.
Auf Nachfrage von unserer Begleiterin und Lehrerin Frau Schmidt, ob es Richtlinien bei den Blutkonserven gäbe, erklärt er dies so: „ Ist eine Konserve beispielsweise überfüllt, wird diese sofort entsorgt und gemeinsam mit anderen verbrannt. Nur wenn alle Tests ohne Befund bleiben, werden die Blutkonserven zur Verwendung freigegeben“.
Um die weitere Aufbereitung des gespendeten Blutes zu betrachten, werden wir in den nächsten Raum geführt. Ein seltsamer Geruch von Chemie liegt in der schwülen Luft, als wir ihn betreten. Im hinteren Teil des Raumes sortieren 4 Mitarbeiter mehrere Blutkonserven. Dort betrachten wir kurz die weitere Verarbeitung bevor es spannungsgeladen weitergeht.
Innerhalb eines Kühlraumes beginnen wir uns winterlich abzukühlen. Die kalte Luft erfrischt. Mit einer leichten Gänsehaut lauschen wir Herrn Rensch, der erzählt, dass hier für einen bestimmten Zeitraum die Blutkonserven aufbewahrt werden, bis sie in Kisten zu den Krankenhäusern geliefert werden.
Anschließend kehren wir erwartungsvoll zur Umkleidekabine zurück, ziehen uns rasch um und begeben uns ungeduldig zum Treffpunkt. Dort erwartet uns zusammen mit Herrn Dr. Schmidt, der andere Teil der Klasse.
Damit auch ein Blick auf die Abnahmestation möglich ist, gehen wir Seite an Seite mit Herrn Dr. Schmidt in ein kleines Ärztezimmer. Beim Hereinkommen fallen uns unmittelbar die Geräte auf dem Tisch auf, daneben steht eine Liege, auf der wir uns kurz niederlassen. Während wir ein Auge auf die Geräte werfen, erläutert uns Dr. Schmidt den Ablauf einer Blutspende: „Bevor es zur Blutabnahme geht, muss eine Anmeldung erfolgen. Danach führt der behandelnde Arzt eine Untersuchung durch“.
Die Bestimmung des Hämoglobinwertes zeigt er uns anschaulich an einer Mitschülerin. Zusätzlich erzählt
er: „ Dank eines vertraulichen Selbstausschlusses haben Spender die Möglichkeit, anonym die Verwendbarkeit des Blutes auszuschließen“.
Im Anschluss daran kommen wir in der Abnahmestation an und werden herzlich von zwei Krankenschwestern empfangen. Ein großer, heller Raum mit mehreren Liegen lässt uns für einen kurzen Moment erstarren. Gleichzeitig führen 2 Personen eine Spende durch.
Nach kurzer Betrachtung der Abnahmegeräte begeben wir uns voll mit neuen Eindrücken auf den Rückweg.
Im gleichen Augenblick kehrt auch die andere Hälfte der Klasse aus der Verarbeitungsstation zurück.
Kurze Worte beenden unseren Aufenthalt im Blutspendeinstitut Dessau.

Ich möchte mich im Namen der Klasse 8b des Philanthropinums herzlich bei der AOK bedanken.
Dank der Führung durch das Institut lässt sich meine Frage: „Woher kommt das Blut eigentlich?“ nun beantworten.
Unter medizinischer Aufsicht können gesunde Menschen Blut spenden. Das gespendete Blut wird verarbeitet und kann vor allem krebskranken Menschen das Leben retten. Dank der vielen Untersuchungen des Blutes können auch die Spender informiert werden, wenn bei ihnen auffällige Befunde festgestellt werden.
Die Blutspende schenkt sowohl Hoffnung, als auch das gute Gefühl, die Leben anderer Menschen zu retten.

Luisa Fricke

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3 Kommentare zu „Blut- das Elixier des Lebens – Besuch im Blutspendeinstitut Dessau“

  1. Lutz Würbach

    Liebe Luisa, ein schöner und interessanter Text – und sogar mit guten Fotos. Da gibt es fast nichts zu meckern. Es sind kleine Dinge, die mir aufgefallen sind. Ich hätte gerne gewusst, um welche Klasse aus welcher Schule es sich bei Euch eigentlich handelt. Habe ich es überlesen? Und zweitens: So wie Ralf Kitzing von der AOK einen Vornamen hat, den wir in journalistischen Texten auch zwingend nennen, so haben garantier auch Dr. Schmidt, Herr Rensch und andere genannte Personen einen Vornamen. Bitte beim nächsten Mal danach fragen.

  2. Danke für die Informationen…da sie sich an einer Reportage versuchte, stehen Klasse und Schule fast am Ende als Dank.

    Die Vornamen hatten wir, nur nicht benutzt.

  3. Lutz Würbach

    Mein Fehler, ich habe mich ungenau ausgedrückt. Was ich sagen wollte, nicht jeder weiß, wo das Philanthropinum beheimatet ist, also in welcher Stadt. Den Text lesen ja (hoffentlich) auch Leute in Eisleben, Zeitz oder ich in Halle.

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