TMG in der Uniklink

Achtklässer lassen sich Druckkammer erklären

Was ist eine Druckkammer und wofür wird sie in der Medizin eingesetzt? Antworten hat die Klasse 8.4 des Giebichenstein-Gymnasiums „Thomas Müntzer“ aus Halle im Universitätsklinikum der Stadt geholt. Zum Beispiel standen mit René Kriesel der Leitende Druckkammerassistent und mit David Köhler der Pressesprecher den Schülern Rede und Antwort. Die HBO (Hyperbare Oxygenation)-Kammer ist demnach einmalig in Sachsen-Anhalt. Sie wird für die  hyperbare Sauerstofftherapie verwendet. Dabei atmen Patienten unter erhöhtem Umgebungsdruck medizinisch reinen Sauerstoff ein. Damit lässt sich der Sauerstoffgehalt im Blut und in den umliegenden Geweben um ein Vielfaches steigern, haben die Schüler erfahren. Angewendet wird das Verfahren unter anderem bei Tauchunfällen, Kohlenmonoxidvergiftung und Gasbrand. Aber auch bei schlecht heilenden Wunden, bei Diabetes, akutem Hörverlust bei Tinnitus und refraktären Knochenentzündungen haben die Mediziner gute Erfahrungen gemacht.

Die Schüler erfuhren außerdem, dass in den zurückliegenden 14 Jahren ungefähr 1500 Patienten aus 13 Bundesländern behandelt worden sind.

Den Termin an der Uni-Klinik hatte die AOK als Partner des Projektes Klasse 2.0 organisiert. Thema des Recherchetermins: Und wenn ich mal krank bin? Mit der AOK Sachsen-Anhalt zu Besuch im Krankenhaus. Was die Krankenkasse mit Krankenhäusern zu tun hat?

Michael Schwarze von der AOK-Pressestelle: „Einen Unfall oder eine ernste Erkrankung kann jeden treffen. Gut zu wissen, dass Ärzte und Pflegekräfte sich dann mit ihrem ganzen Können und modernster Technik um uns kümmern. Doch wie funktioniert eigentlich ein Krankenhaus? Und wer bezahlt die Behandlungen?“ Mit den Führungen durch die Uni-Klinik und andere Krankenhäuser wolle die AOK Aufklärungsarbeit leisten“, sagte Schwarze. Und auch gegebenenfalls vorhandene Ängste nehmen. Und auch das haben die Schüler erfahren: Allein die AOK Sachsen-Anhalt gibt pro Jahr mehr als eine Milliarde Euro für die Behandlung ihrer Versicherten in Krankenhäusern aus.

Lutz Würbach

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Die Schüler werfen einen Blick in die Druckkammer. Foto: Michael Schwarze

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