Emojis – eine Sprache für sich

Was kleine Bildzeichen bewirken können

Von Josephin Pruvost, Jennifer Paul und Mathilde Viebig

Halle/SüdGym – Viele kennen diese Situation: Man fügt einen zwinkernden Smiley in seinen Whatsapp-Text ein und will damit seine Zustimmung ausdrücken. Doch der Empfänger versteht dies als eine spaßig gemeinte Stichelei und schon ist der Textzusammenhang ein völlig anderer.
Trotz dieser Verwirrungen entstanden aus verschiedenen Satzzeichenkombinationen die bekanntesten Bildzeichen der Welt – die Emojis. Sie stammen aus Japan und mittlerweile gibt es weit über 800. Aufgrund dieser hohen Anzahl ist es so gut wie unmöglich, den Überblick zu behalten.
Emojis sind Bildzeichen, welche Gesichter, Tiere, Herzen, Gegenstände sowie Situationen darstellen.
Sie werden vor allem von Jugendlichen in sozialen Netzwerken, wie z.B. auf Whatsapp und Instagram, verwendet.
Emojis können Wörter und sogar ganze Wortgruppen ersetzen. Sie drücken Gefühle und Stimmungslagen aus, die sich schwer in Worte fassen lassen. So symbolisiert zum Beispiel ein Smiley mit Tränen in den Augen einen Lachanfall. Doch gerade deswegen führt die Nutzung der Emojis auch zu Missverständnissen, denn sie werden von den Nutzern unterschiedlich interpretiert. Zwei aneinander gefaltete Hände werden zum Beispiel sowohl als Beten als auch als Handschlag verstanden.
Und auch die Nutzung der Herzen ist kompliziert. Viele Menschen kennen die verschiedenen Bedeutungen der Herzen nicht. So steht zum Beispiel das lilafarbene Herz für Sexualität und das blaue Herz für Freundschaft und Treue.
Doch auch wenn Emojis schon viele Wörter ersetzen können, bleibt uns das Ausschreiben von manchen Wörtern und Texten nicht erspart, da es nicht für jedes Wort ein passendes Emoji gibt.

 

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Im Laufe der Jahre haben sich die Emojis weiterentwickelt. FOTO: Viebig

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