Musikalische Kirche

Musikalische Kirche

 
Eines der besten Beispiele für die Musikalität der Kirche ist die Paulusgemeinde in Halle.
So gibt es dort unter anderem einen Chor für erwachsene Sängerinnen und Sänger, der von Andreas Mücksch, dem Kantor der drei Gemeinden Paulus, St. Pankratius und Heiland, geleitet wird und zurzeit (2015) um die 150 Mitglieder besitzt. Diese kommen vorrangig aus einer der drei genannten Gemeinden.
Der Pauluschor ist auch in anderen Städten bekannt. Dafür spricht zum Beispiel die Konzertreise, die im März 2007 nach Mailand ging.
Regelmäßig gestaltet der Chor die Gottesdienste mit und machte auch vor der Kamera beim ZDF Fernsehgottesdienst eine gute Figur. Man arbeitet jedes Jahr gemeinsam an mindestens einem großen Projekt im Rahmen der Kirchenmusik. Alle Jahre wieder an Weihnachten wird das Weihnachtsoratorium von J.S.Bach aufgeführt, und seit 2015 ist auch die Messe in D, eine großartige Sinfonische Rockmesse von Andreas Mücksch, die ihre Uraufführung 2015 in Stuttgart zum Kirchentag hatte, im Repertoire.
Des weiteren finden jeden Donnerstag Proben für den Jugendchor, ebenfalls unter der musikalischen Leitung von Andreas Mücksch, statt, bei denen die ca. 40 Jugendlichen gemeinsam für ihre nächsten Auftritte üben. Dabei ist es egal, ob nun für die Gestaltung eines Gottesdienstes oder eines der überaus gelungenen biblischen Musicals von Andreas Mücksch und Barbara Schatz zur Vorbereitung für den aller zwei Jahre stattfindenden bundesweiten Kirchentag geprobt wird.
„Der Chor hat ein hohes Niveau, sodass das Singen viel Freude bereitet“, heißt es da zum Beispiel.
Auch beim Krippenspiel, das wie ein Musical aufgebaut ist, wird nach Kräften mitgesungen.
Die Genres, denen sich der Jugendchor widmet, sind vorwiegend Gospel und Soul; so arbeitet der Chor momentan (Dezember 2015) an dem Werk “A Little Jazz Mass“ von Bob Chilcott.
„Es ist mal etwas anderes, Gospels zu singen, während in der Schule nur Volkslieder gesungen werden“, sagen einige.
Andere singen seit ihrem 4. Lebensjahr unter Andreas Mücksch im Chor, denn auch schon die Kleinen mischen kräftig mit. Wer dem Kindergartenchor entwachsen ist, der singt im Kinderchor mit. Dieser ist wiederum in drei Chöre unterteilt: in den Chor für die Kinder im Vorschulalter, die kirchenjahreszeitlich geprägte Lieder und die altbekannten Kinderlieder zu Themen wie Tiere und Natur singen, den Chor für die Kinder der Klassenstufen 3-6, die anspruchsvolle und fröhliche Kinderlieder singen, und den Chor der für Schüler der 1. und 2. Klasse, die die selben Lieder singen wie die Kinder im älteren Kinderchor.
Außerdem gestaltet jeder der Kinderchöre das jährliche Krippenspiel mit und übt fleißig für die aller zwei Jahre stattfindenden Aufführungen der biblischen Musicals von Andreas Mücksch und Barbara Schatz, wobei sie neben vielen anderen auch die Geschichte von Samuel oder Joseph sowohl schauspielerisch als auch musikalisch darstellen.

Ein weiteres Beispiel der Musikalität der Paulusgemeinde sind das 2000 gegründete Laienorchester der Gemeinde mit seinen 30 Mitgliedern, das wie die Chöre auch von Andreas Mücksch geleitet wird, und der seit 1994 bestehende Posaunenchor, dessen 16 Mitglieder regelmäßig die Atmosphäre im Gottesdienst durch wunderschöne Musik auflockern.
Das Orchester gibt ebenfalls, wenn auch nicht so häufig wie der Posaunenchor, im Gottesdienst eine Kostprobe seines Könnens. Es begleitet den Chor bei seinen Auftritten und trug auch bei der Messe in D seinen nicht unerheblichen Teil bei. Neben diesen Aktivitäten spielt das Orchester natürlich auch sein eigenes Repertoire an instrumentalen Werken von zum Beispiel Bach, Telemann oder Händel.
Wer jetzt noch der Meinung sein sollte, dass Kirche unmusikalisch sei, der sollte sich am besten vor Ort bei einer der zahlreichen Aufführungen oder auf der Internetseite der Paulusgemeinde unter http://www.paulusgemeinde-halle.de eines besseren belehren lassen.

 

Victoria Meißner, Gymnasium Landsberg

2 Kommentare zu „Musikalische Kirche“

  1. Lutz Würbach

    Liebe Autorin, lieber Autor,
    ja, wer hat den Text eigentlich geschrieben? Na egal, er ist ja wirklich gelungen. Ich glaube, er oder sie steckt selbst mitten im kirchlichen Gesang bzw. Chor. Zumindest habe ich das Gefühl, dass es ein Insider geschrieben hat. Nur eine Sache stört mich ein bisschen – es ist die Ausgangsfrage.
    Kirche – unmusikalisch? Wer fragt/sagt das? Ich der Kirche wird seit Jahrhunderten gesungen, so dass die Frage eigentlich gar nicht zur Diskussion steht. Anders gesagt: Wenn ein Journalist eine Frage aufwirft, die gar nicht existiert, wird sein Text nicht besser. In unserem Fall hätte eine Aussage, dass in der Paulusgemeinde viel musiziert wird, völlig gereicht. Aber das ist meckern auf hohem Niveau.

  2. Ich heiße Victoria Meißner und bin vom Gymnasium Landsberg. Ich habe mir Ihren Kommentar durchgelesen und musste mir selbst eingestehen, dass meine Überschrift recht unglücklich gewählt war, woraufhinn ich mir schnell eine Alternative habe einfallen lassen und hoffe, dass diese nun besser passt.

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