Monthly Archives: Januar 2016

Pizza geht in die Südstadt

Von Lutz Würbach am 28.01.2016 13:12:10+02:00
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Die Klasse 8c des Gymnasiums Südstadt in Halle hat während der Projektzeit in der Region Süd (Halle, Saalekreis, Burgenlandkreis) das originellste Bild beigesteuert. Das meinte zumindest die Jury der Mitteldeutschen Zeitung. Nun dürfen sich die Schülerinnen und Schüler auf Pizza für alle freuen. Glückwunsch!

 

Klasse 8c des Südstadtgymnasiums erhält Preis Klasse 2.0 der MZ Zeitung in der Schule

 

 

 

 

 

So sehen Sieger aus: Die Klasse freut sich auf die Pizzalieferung.

Foto: Günter Bauer 

Verwahrlosten und misshandelten Tieren ein neues Leben schenken

Von iine am 26.01.2016 20:34:54+02:00
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Ein Besuch beim Tierschutz Halle e.V. gab uns aufschlussreiche Informationen über das tägliche Engagement der Mitarbeiter zur Rettung von Tierleben.

Von Ine Spannaus und Katja Mai

Halle/Südgym – Elisa Schütze, eine Mitarbeiterin beim Tierschutz Halle e.V., erzählte uns ein tragisches Ereignis: Biggie, ein Hund, wurde verwahrlost aufgefunden. Er musste wohl eine Zeitlang ohne Licht in einem kleinen Zwinger gehalten worden sein.

Biggies Schicksal teilen auch andere Tiere, wie Beauty. Beauty kam im April 2014 völlig verwahrlost zum Tierschutz Halle e.V. Ihr verfilztes Perserfell musste deswegen geschoren werden. Sie hatte deutliche Koordinationsstörungen beim Laufen und dennoch einen unbändigen Lebenswillen.

Der Verein wurde vor 25 Jahren gegründet und hat schon etlichen Tieren, wie z.B. Hängebauchschweinen, Hühnern, Ziegen und normalen Haustieren wie Katzen und Hunden, durch erfolgreiche Vermittlungen geholfen.

Doch selbst der Tierschutz Halle e.V. hat nur bestimmte Kapazitäten, sodass nicht jedes Tier aufgenommen werden kann. Zurzeit wird z.B. das Kleintierzimmer saniert, um mehr Kapazitäten und bessere Lebensverhältnisse zu schaffen. Es soll vier Gehege besitzen und bis Ende Januar fertiggestellt werden. Dies hängt jedoch von den Spenden ab, denn der Verein lebt ausschließlich davon.

Die rund acht bis zehn Stammmitarbeiter arbeiten hauptsächlich ehrenamtlich und setzen sich vor allem für den politischen Tierschutz ein. Das bedeutet, sich gegen das Leid der Tiere einzusetzen, und zwar insbesondere gegen Tierversuche, z.B. in der Pharmaindustrie oder beim Testen von Haushaltsprodukten. Aber auch Aktionen wie ,,Gegen Pelz”, werden erfolgreich unterstützt. Lautstarke Proteste gegen Tierquälerei gehören zwar nicht ganz so oft dazu, jedoch passiert es schon mal, dass die so genannte ,,Grüne Woche“ gestürmt wird.

Bailey                      Inzwischen glücklich vermittelt: Bailey                                 FOTO: Tierschutz Halle e.V.

Weitere Informationen im Netz unter:

www.tierschutz-halle.de


 

Schulhonig – Mhmmm… lecker

Von robin am 24.01.2016 19:35:23+02:00
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Südstadt-Gymnasiasten verkaufen jedes Jahr Honig aus eigener Herstellung

Von Julian Thormann und Robin Heyer

Halle/SüdGym – Ein leises Summen ist zu vernehmen, wenn man den Schulhof des Südstadtgymnasiums betritt. Dieses Geräusch stammt von vielen tausend Bienen, die im nahegelegenen Schulbiotop angesiedelt sind. Bienen in einem Gymnasium? Das klingt erst mal seltsam, aber das macht unsere Schule außergewöhnlich und einzigartig.

Seit mehreren Jahren kümmert sich eine Schülergruppe von zehn Schülern der Klassenstufe acht bis elf um drei Bienenvölker. Diese befinden sich im Schulbiotop der Schule.

Unter anderem können Produkte wie Honig, Bienenwachs und Gelee Royal von den Bienen hergestellt und von den Schülern weiterverarbeitet werden. Die Schüler haben zum Beispiel die Aufgabe, den Honig zu ernten und zu schleudern, Wachs zu schmelzen, die Bienen gegen Varroamilbe zu behandeln und Bienenvölker ständig zu kontrollieren, um das Schwärmen zu verhindern. Das alles geschieht mit Unterstützung von Frau Huber- Schabel, der Vorsitzenden des Imkervereins Halle, die auch die Idee zu diesem Projekt hatte, und dem verantwortlichen Biologielehrer Herrn Albrecht.

Zweimal im Jahr wird der Honig geerntet. Die abgefüllten Gläser werden dann in der Schule verkauft.

In der Zeit, in der wir die Bienen besitzen, gab es auch schon Rückschläge. Einmal vergiftete sich ein Bienenvolk an einem Pestizid und ein Teil des Volkes starb aus.

Natürliche Feinde, zum Beispiel die Varroamilbe, schädigen die Bienen zusätzlich.

Mit diesem Projekt tragen wir zum Schutz der Bienen und der Natur bei.

 

Schülergruppe mit ihren Verantwortlichen beim Wachsschmelzen

Schülergruppe mit ihren Verantwortlichen beim Wachsschmelzen                                                                FOTO: Julian Thormann

 

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Und wieder brennen die Lichter

Von alex am 24.01.2016 13:21:49+02:00
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Südstadt-Gymnasiasten führen jedes Jahr den Lichterlauf zum Nikolaus durch.

Von Pascal Ulke, Jakob Weiß, Alexander Lehmann

Halle/SüdGym – Wer am Nikolaustag auf den Einheit-Sportplatz kommt, wird von einem Meer aus Lichtern empfangen. Diese schöne Atmosphäre verzaubert jeden Betrachter und macht ihn neugierig auf das Geschehen. Jedes Jahr am 6. Dezember veranstaltet das Südstadt Gymnasium den „Lichterlauf zum Nikolaus“. Die Idee dazu hat Frau Raabe, unsere Sportlehrerin, aus dem Sportinstitut Potsdam mitgebracht und vor sechszehn Jahren an unserer Schule eingeführt. Eingeladen sind Schüler, auch Ehemalige, Lehrer und Eltern, die sich an diesem Abend sportlich betätigen wollen. Eine Startgebühr von zwei Euro und eine Kerze im Glas sind die Voraussetzungen für die Teilnahme. Die vielen Kerzen werden um die Laufstrecke herum aufgestellt und erzeugen ein Lichtermeer. Nach dem Startschuss laufen Jungen und Mädchen, Männer und Frauen paarweise eine Stunde lang abwechselnd ihre Runden.  Sieger ist  das  Paar,  welches  die meisten Runden absolviert hat. Rundenzähler notieren diese während des Laufes. Unterdessen können Zuschauer am Rand eine Bratwurst essen und einen Glühwein trinken oder ein kleines Schwätzchen halten. Eine Woche nach dem Lauf bekommen die Besten während einer Auszeichnungsveranstaltung ein Lebkuchenherz geschenkt. Der Klasse mit den meisten Teilnehmern winkt ein Gutschein zum Bowlingspielen.Einheit-Sportplatz im Kerzenschein FOTO: Lehmann

Abpfiff – Wer macht die Fußballer wieder fit?

Von florian19 am 22.01.2016 16:58:04+02:00
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Physiotherapeuten kämpfen mit der Fußballmannschaft für deren Erfolge.

Von Clara Marie Jacob und Florian Szodorai

HALLE/KARLSRUHE – Reisen wir doch einmal in Halles Partnerstadt Karlsruhe und fragen Steffen Wiemann (58), Physiotherapeut beim Karlsruher SC. Seit über 20 Jahren betreut er die Fußballer unserer Partnerstadt, die in der zweiten Bundesliga spielen. Gemeinsam mit einem weiteren Therapeuten betreut er den Kader, der derzeit aus 26 Spielern besteht, bei jedem Heim- und Auswärtsspiel sowie im Trainingslager. Er ist die erste Anlaufstelle der Sportler, wenn es um ihre Gesundheit geht.

Aufgaben eines Physiotherapeuten

Steffen Wiemanns wichtigste Aufgaben umfassen die präventive Pflege, wie das Anlegen von Tape-Verbänden sowie Dehnungen und Massagen. Bei festgestellten Verletzungen muss er sofort Erstmaßnahmen einleiten, um die Leistungsfähigkeit der Sportler zu sichern. Hierzu zählen die Ruhigstellung verletzter Gelenke und die Schmerzlinderung, insbesondere durch das Auflegen von Eisbeuteln. Des Weiteren erfolgt durch den Therapeuten eine umfassende Betreuung in der „Platz-Reha“, wenn der gesundete Fußballer in den Trainings- und später in den Spielbetrieb wieder eingegliedert wird. Die häufigsten Verletzungen, die bei Fußballern behandelt werden, sind Muskel- und Gelenkverletzungen.

Sportler als schwierige Patienten

Steffen Wiemann arbeitet täglich mit den Spielern. „Hochleistungssportler sind oft anstrengende Patienten, die bei sehr schmerzhaften Verletzungen auch einmal weinen dürfen.“ Verletzungen bei Sportlern sind immer mit Enttäuschungen und Ängsten verbunden. „Der Druck auf die Fußballer ist enorm – kämpft doch jeder um seinen Platz in der Startelf, der Verein um den Aufstieg in die erste Bundesliga.“ Das Besondere an der Sportlerbetreuung ist, dass die Fußballer jung und dynamisch sind. Sie wollen schnell gesund werden. „Leistungssportler haben ein sehr gutes Körpergefühl.“ Da sie die Leistungsfähigkeit ihres Bewegungsapparates und ihres Herz-Kreislauf-Systems gut einschätzen können, behandelt Wiemann sie im Gegensatz zu normalen Patienten mitunter über mehrere Stunden. „Denn Physiotherapie kann auch sehr anstrengend und fordernd sein.“

Arbeiten als ein Team

Als Physiotherapeut fühlt sich Steffen Wiemann als Teil der Mannschaft, wobei Respekt, Vertrauen und Loyalität zwischen Sportler und  Therapeut die Grundvoraussetzungen für therapeutische Erfolge sind. Die medizinische Abteilung eines Sportclubs trägt somit maßgeblich zum Erfolg bei, sie ist die Garantie für die Erhaltung der sportlichen Leistungsfähigkeit der Fußballer und des Vereins.

Einen Lieblingsspieler im Team hat Wiemann nicht, da er die Neutralität immer wahren muss – auch dies gehört zur Professionalität der Therapeuten.

Steffen Wiemanns persönlichster Wunsch für seine Mannschaft ist der Aufstieg in die erste Bundesliga. Klar, dass Steffen Wiemann dann mit aufsteigen würde.

Steffen Wiemann bei der Behandlung des Torwarts des KSC.  FOTO: TRIMEDIC Steffen Wiemann

 

 

 

 

 

 

 

 

Emojis – eine Sprache für sich

Von jmjdp am 21.01.2016 15:26:44+02:00
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Was kleine Bildzeichen bewirken können

Von Josephin Pruvost, Jennifer Paul und Mathilde Viebig

Halle/SüdGym – Viele kennen diese Situation: Man fügt einen zwinkernden Smiley in seinen Whatsapp-Text ein und will damit seine Zustimmung ausdrücken. Doch der Empfänger versteht dies als eine spaßig gemeinte Stichelei und schon ist der Textzusammenhang ein völlig anderer.
Trotz dieser Verwirrungen entstanden aus verschiedenen Satzzeichenkombinationen die bekanntesten Bildzeichen der Welt – die Emojis. Sie stammen aus Japan und mittlerweile gibt es weit über 800. Aufgrund dieser hohen Anzahl ist es so gut wie unmöglich, den Überblick zu behalten.
Emojis sind Bildzeichen, welche Gesichter, Tiere, Herzen, Gegenstände sowie Situationen darstellen.
Sie werden vor allem von Jugendlichen in sozialen Netzwerken, wie z.B. auf Whatsapp und Instagram, verwendet.
Emojis können Wörter und sogar ganze Wortgruppen ersetzen. Sie drücken Gefühle und Stimmungslagen aus, die sich schwer in Worte fassen lassen. So symbolisiert zum Beispiel ein Smiley mit Tränen in den Augen einen Lachanfall. Doch gerade deswegen führt die Nutzung der Emojis auch zu Missverständnissen, denn sie werden von den Nutzern unterschiedlich interpretiert. Zwei aneinander gefaltete Hände werden zum Beispiel sowohl als Beten als auch als Handschlag verstanden.
Und auch die Nutzung der Herzen ist kompliziert. Viele Menschen kennen die verschiedenen Bedeutungen der Herzen nicht. So steht zum Beispiel das lilafarbene Herz für Sexualität und das blaue Herz für Freundschaft und Treue.
Doch auch wenn Emojis schon viele Wörter ersetzen können, bleibt uns das Ausschreiben von manchen Wörtern und Texten nicht erspart, da es nicht für jedes Wort ein passendes Emoji gibt.

 

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Im Laufe der Jahre haben sich die Emojis weiterentwickelt. FOTO: Viebig

Goldglänzende Steine gegen das Vergessen

Von jasmin am 19.01.2016 15:34:48+02:00
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Die Schüler des Südstadt-Gymnasiums in Halle ehren jährlich zwei hallesche Opfer des Holocaust an den von ihnen gesponserten Stolpersteinen.

Von Jasmin Schierhorn und Antonia Krepp

Halle/SüdGym – Ein Lebenslicht und drei weiße Rosen – dies sind die äußeren Zeichen des Gedenkens der Schüler an zwei jüdische Frauen, die dem nationalsozialistischen Rassenwahn zum Opfer fielen. Diese Tradition wird jedes Jahr von den Südstadtgymnasiasten und ihren Lehrern durchgeführt, damit die schrecklichen Verbrechen der Nazis, aber vor allem das Schicksal der Opfer, nicht in Vergessenheit geraten.

Ein Gedenkbuch für die Opfer

Zunächst begann alles mit einem ehemaligen Lehrer unseres Gymnasiums, Volkhard Winkelmann, welcher mit einer Gruppe von Schülern während einer Projektwoche im Jahre 1994 das Schicksal der in den Tod getriebenen halleschen Juden recherchierte, um sie vor dem Vergessen zu bewahren. Dieses Projekt wurde über viele Jahre weitergeführt und es entstand ein ,,Gedenkbuch für die Toten des Holocaust in Halle und Umgebung“.

Stolpersteine werden gesponsert

Gleichzeitig erfuhren die Projektteilnehmer, dass der Künstler Gunter Demnig sogenannte Stolpersteine zum Gedenken an die Opfer des Holocaust in mehreren Städten Deutschlands verlegt hat. Diese Idee nahmen sie auf. So sponserten Lehrer, Schüler und die technischen Kräfte unserer Schule im Jahre 2003 zwei Stolpersteine, die im Jahre 2004 sowie 2006 von Gunter Demnig verlegt wurden. Seitdem ehren wir jedes Jahr am 9. November Martha Dittmar im Falkenweg 7 und Henriette Sauer in der Benkendorfer Straße 72. Beide Frauen wohnten im Einzugsgebiet unseres Gymnasiums.

Das Schicksal der beiden Frauen 

Der 9. November ist ein historisches Datum: An diesem Tag im Jahre 1938 zertrümmerten SA- und SS- Männer die Schaufenster jüdischer Geschäfte, demolierten und verwüsteten Wohnungen jüdischer Bürger, misshandelten diese, setzten ihre Gottes- und Gemeindehäuser und die Synagogen in Brand.

Bis 1945 wurden Millionen Juden in Konzentrations– oder Vernichtungslager gebracht und in Auschwitz, Treblinka oder Sobibor ermordet, auch fast alle halleschen Juden.

Henriette Sauer und Martha Dittmar fielen den nationalsozialistischen Rassegesetzen zum Opfer. In denen stand z.B., dass jüdische und nichtjüdische Männer und Frauen keine Ehe eingehen durften. Henriette Sauer half ihrem jüdischen Sohn, sich mit seiner nichtjüdischen Freundin zu treffen. Dies galt als ,,Gewährung der Gelegenheit zur Unzucht“, das heißt, sie hatte die Treffen ihres nach Nazigesetz halbjüdischen Sohnes mit seiner nichtjüdischen Freundin in der elterlichen Wohnung gestattet. So fiel Henriette Sauer dem eingeführten Nazigesetz zum Opfer, welches anordnete, ,,straffällig“ gewordene Juden nach der Strafverbüßung in ein Konzentrationslager einzuweisen. Martha Dittmar wurde von ihren Hausnachbarn denunziert, und dann verhaftet, und zwar wegen angeblicher „Vorbereitung zum Hochverrat“, wegen ihrer ,,aktiven Mitarbeit in der kommunistischen Judenbewegung“. Sie wurde in das Konzentrations- und spätere Vernichtungslager Auschwitz überstellt. Der wirkliche Grund: Sie war Jüdin. Sie ist vermutlich bei einem der schrecklichen Todesmärsche aus dem Lager umgekommen.

Die Tradition des Gedenkens

Jedes Jahr am 9. November gehen Schülergruppen gemeinsam mit Lehrern in den Falkenweg 7 und in die Benkendorfer Straße 72, um an den Stolpersteinen Martha Dittmar und Henriette Sauer zu gedenken.
Zuerst informieren wir über die Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten in Deutschland, danach sprechen wir über das Schicksal der beiden Frauen und tragen ihnen zu Ehren ein kleines Gedicht vor. Dann legen wir drei weiße Rosen nieder und entzünden ein Lebenslicht.Uns liegt diese Tradition sehr am Herzen, da wir die schrecklichen Schicksale auf diese Weise vor dem Vergessen bewahren wollen. Denn nur, wenn wir uns an deren Leid erinnern, bleiben wir wachsam, damit sich die Geschichte nicht wiederholt. Deshalb rufen wir während der Gedenkveranstaltung zu mehr Verständnis für andere Menschen und zu gegenseitiger Achtung und Toleranz auf.

Informationen zum Gedenkbuch unter:

http://www.gedenkbuch.halle.de/gbanzeigen.php?gb=halle
Bild
Stolperstein von Martha Dittmar                                                  FOTO: Decker

 

 

Gutschein geht nach Merseburg

Von Lutz Würbach am 18.01.2016 16:12:13+02:00
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Wie lebt es sich mit Diabetes? Konkret: Wie lebt man mit der Erkrankung, wenn man selbst noch ein Kind ist. Lisa Haustein vom Herder-Gymnasium in Merseburg hat darüber geschrieben. Im Alter von vier Jahren bekam Sie Diabetes Typ I. Sie muss damit den Rest ihres Lebens klarkommen. Was das im Alltag der Schülerin bedeutet, hat sie mutig und verständlich aufgeschrieben. Eine Geschichte, die unter die Haut geht. Für die Jury der MZ ist es der beste Text gewesen, der während des Klasse-Projektes in den Blog eingestellt worden ist. Dafür hat Lisa den Gutschein über 50 Euro am 18. Januar überreicht bekommen. Die ganze Klasse  8b hat sich mit ihr darüber gefreut.

18.01.2016 Merseburg Herdergymnasium Zeitung in der Schule die ganze Klasse mit der Preisträgerin Lisa Haustein die einen Preis für ihren guten Artikel im Rahmen des Zischprojektes  bekommen hat Foto : Peter Wölk

Preisträgerin Lisa Haustein (Bildmitte mit Gutschein) in ihrer Klasse 8b des Herder-Gymnasiums in Merseburg.

Foto: Peter Wölk

Musikalische Kirche

Von vicky am 16.01.2016 13:43:58+02:00
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Musikalische Kirche

 
Eines der besten Beispiele für die Musikalität der Kirche ist die Paulusgemeinde in Halle.
So gibt es dort unter anderem einen Chor für erwachsene Sängerinnen und Sänger, der von Andreas Mücksch, dem Kantor der drei Gemeinden Paulus, St. Pankratius und Heiland, geleitet wird und zurzeit (2015) um die 150 Mitglieder besitzt. Diese kommen vorrangig aus einer der drei genannten Gemeinden.
Der Pauluschor ist auch in anderen Städten bekannt. Dafür spricht zum Beispiel die Konzertreise, die im März 2007 nach Mailand ging.
Regelmäßig gestaltet der Chor die Gottesdienste mit und machte auch vor der Kamera beim ZDF Fernsehgottesdienst eine gute Figur. Man arbeitet jedes Jahr gemeinsam an mindestens einem großen Projekt im Rahmen der Kirchenmusik. Alle Jahre wieder an Weihnachten wird das Weihnachtsoratorium von J.S.Bach aufgeführt, und seit 2015 ist auch die Messe in D, eine großartige Sinfonische Rockmesse von Andreas Mücksch, die ihre Uraufführung 2015 in Stuttgart zum Kirchentag hatte, im Repertoire.
Des weiteren finden jeden Donnerstag Proben für den Jugendchor, ebenfalls unter der musikalischen Leitung von Andreas Mücksch, statt, bei denen die ca. 40 Jugendlichen gemeinsam für ihre nächsten Auftritte üben. Dabei ist es egal, ob nun für die Gestaltung eines Gottesdienstes oder eines der überaus gelungenen biblischen Musicals von Andreas Mücksch und Barbara Schatz zur Vorbereitung für den aller zwei Jahre stattfindenden bundesweiten Kirchentag geprobt wird.
„Der Chor hat ein hohes Niveau, sodass das Singen viel Freude bereitet“, heißt es da zum Beispiel.
Auch beim Krippenspiel, das wie ein Musical aufgebaut ist, wird nach Kräften mitgesungen.
Die Genres, denen sich der Jugendchor widmet, sind vorwiegend Gospel und Soul; so arbeitet der Chor momentan (Dezember 2015) an dem Werk “A Little Jazz Mass“ von Bob Chilcott.
„Es ist mal etwas anderes, Gospels zu singen, während in der Schule nur Volkslieder gesungen werden“, sagen einige.
Andere singen seit ihrem 4. Lebensjahr unter Andreas Mücksch im Chor, denn auch schon die Kleinen mischen kräftig mit. Wer dem Kindergartenchor entwachsen ist, der singt im Kinderchor mit. Dieser ist wiederum in drei Chöre unterteilt: in den Chor für die Kinder im Vorschulalter, die kirchenjahreszeitlich geprägte Lieder und die altbekannten Kinderlieder zu Themen wie Tiere und Natur singen, den Chor für die Kinder der Klassenstufen 3-6, die anspruchsvolle und fröhliche Kinderlieder singen, und den Chor der für Schüler der 1. und 2. Klasse, die die selben Lieder singen wie die Kinder im älteren Kinderchor.
Außerdem gestaltet jeder der Kinderchöre das jährliche Krippenspiel mit und übt fleißig für die aller zwei Jahre stattfindenden Aufführungen der biblischen Musicals von Andreas Mücksch und Barbara Schatz, wobei sie neben vielen anderen auch die Geschichte von Samuel oder Joseph sowohl schauspielerisch als auch musikalisch darstellen.

Ein weiteres Beispiel der Musikalität der Paulusgemeinde sind das 2000 gegründete Laienorchester der Gemeinde mit seinen 30 Mitgliedern, das wie die Chöre auch von Andreas Mücksch geleitet wird, und der seit 1994 bestehende Posaunenchor, dessen 16 Mitglieder regelmäßig die Atmosphäre im Gottesdienst durch wunderschöne Musik auflockern.
Das Orchester gibt ebenfalls, wenn auch nicht so häufig wie der Posaunenchor, im Gottesdienst eine Kostprobe seines Könnens. Es begleitet den Chor bei seinen Auftritten und trug auch bei der Messe in D seinen nicht unerheblichen Teil bei. Neben diesen Aktivitäten spielt das Orchester natürlich auch sein eigenes Repertoire an instrumentalen Werken von zum Beispiel Bach, Telemann oder Händel.
Wer jetzt noch der Meinung sein sollte, dass Kirche unmusikalisch sei, der sollte sich am besten vor Ort bei einer der zahlreichen Aufführungen oder auf der Internetseite der Paulusgemeinde unter http://www.paulusgemeinde-halle.de eines besseren belehren lassen.

 

Victoria Meißner, Gymnasium Landsberg