Krank und gemobbt!

An vielen Schulen werden Schüler wegen ihrer Krankheiten, wie zum Beispiel Asperger, gemobbt. Es gibt verschiedene Gründe, warum sie von ihren Mitschülern gemobbt werden. Am häufigsten wissen die Mobber überhaupt nicht, dass ihre Opfer krank sind. Sie denken sie sind komisch oder abartig und halten sie nur für einen Freak, der nicht ihrer Ansicht von einem normalen Menschen entspricht.

An jeder Schule muss über verschiedene Krankheiten aufgeklärt werden, damit solche Missverständnisse nicht entstehen können. Durch die Aufklärung kann das Mobbing verhindert werden, wenn ein neuer Mitschüler mit einer Krankheit in die Klasse kommt. Wird nicht aufgeklärt, verstehen die Schüler die Krankheiten einfach nicht. Wenn die Opfer von den Mitschülern gemobbt werden, verlangen sie meist schwierige Dinge, die sie aufgrund ihrer Krankheit nicht einfach ausführen können. Zum Beispiel wird von ihnen verlangt, ihrem Mobber in die Augen zu schauen, da diese allerdings nur einen begrenzten Blickkontakt haben, ist es ihnen nicht möglich dies auszuführen.

Asperger ist eine Entwicklungsstörung. Sie gehört zu den Arten des Autismus. Oft haben allerdings Asperger-Patienten keine Sprachstörung, wie Autisten. Sie werden nicht als Autisten anerkannt, da ihre Intelligenz normal ausgeprägt ist. Asperger ist angeboren und nicht vererbbar. Jedoch kann man es auch nicht heilen. Für solche Menschen ist es nicht einfach, soziale Kontakte zu knüpfen. Sie haben ein beeinträchtigtes Verständnis bis hin zu Fehlinterpretertion von Sprichwörtern und Ironie, wie zum Beispiel „Schmetterlinge im Bauch“ oder „Reden ist Silber und Schwiegen ist Gold“, deshalb werden sie meist ignoriert. Zudem werden sie von ihren Mitschülern als kaltherzig bezeichnet, da ihnen die Fähigkeit fehlt, ihre Bedürfnisse und Gefühle auszudrücken und sich nicht in andere hineinversetzen können, um deren Gedanken und Gefühle nachzuvollziehen. Mimik, Gestik oder den Tonfall einer anderen Person können sie nur schwer oder gar nicht deuten. Ihnen fehlt das Einfühlungsvermögen und sie können sich nicht vorstellen, dass andere Personen eigene Gefühle besitzen. Außerdem haben sie ein soziales und emotionales unangemessenen Verhalten. Das Verständnis für soziale Signale fehlt ihnen.

Asperger-Betroffene müssen, durch ihre Krankheit, jeden Tag gleiche und streng befolgte Tätigkeiten und Abläufe ausführen. Zum Beispiel jeden Tag zur selben Zeit aufstehen oder bevor sie in einen Raum gehen, ein Ritual, wie zum Beispiel bis fünf zählen, ausführen. Falls etwas Unvorhergesehenes passiert, können sie nicht flexibel und spontan eine andere Lösung für das Problem suchen. Ihre Umwelt ist für sie nicht im Ganzen wahrnehmbar. Bildlich gesehen heißt das, sie können viele einzelne Häuser sehen, jedoch keine Stadt darin erkennen. Sie interessieren sich sehr für Details und fokussieren sich auf einzelne Objekte. Außerdem haben sie eine Inselbegabung, das heißt, dass sie eine Begabung auf einem bestimmten Gebiet haben. Natürlich nur wenn die Begabung erkannt und gefördert wird. Manche können ein fotografisches Gedächtnis ausbilden. Viele neigen dazu, unablässig und langatmig zu reden, meist über ihr Lieblingsthema und missachten dabei oft vollständig, ob ihr Zuhörer das Thema interessiert oder nicht. Es gibt noch viele andere Merkmale des Asperger-Syndroms. Die Symptome können bei jeden Patienten mit Asperger verschieden und unterschiedlich stark ausgeprägt sein.

Das war nur eine Krankheit, die zum Mobbing führen kann. Menschen, die andere auch mit Wissen über die Krankheit bewusst mobben, kann man nicht verstehen. Sie gehen auf Menschen los, die schwächer und verletzlicher als sie selbst sind. Wenn die Mobber so viele Probleme mit sich und ihren Mitmenschen haben, sollten sie vielleicht in Betracht ziehen sich in ärztliche Behandlung zu begeben und eine Anti-Aggressionstherapie zu machen. Durch Mobbing verschwinden die eigenen Probleme nicht!

 

Luisa Barth, Klasse 8b Herder-Gymnasium Merseburg

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